18.08.2020 13:49 |

Streit um Kandidatur

Strache darf bei Wahl antreten: Kleinpartei beruft

Nachdem die Bezirkswahlbehörde des dritten Bezirks in Wien bei einer Sitzung am Montagabend ihr Okay für die Kandidatur von Heinz-Christian Strache bei der Wien-Wahl gegeben hatte, hat die linke Kleinpartei Wandel umgehend Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. Nun muss sich der Verwaltungsgerichtshof mit der Wohnsitz-Causa um den Team-HC-Spitzenkandidaten auseinandersetzen.

Zunächst hatten Wandel und der ehemalige FPÖ- und BZÖ-Politiker Peter Westenthaler die Streichung von Strache aus dem Register beantragt, da sie an dessen Lebensmittelpunkt in Wien zweifelten. Vom Wandel hieß es am Dienstagvormittag in einer Aussendung: „Vermutlich aus reiner Wahltaktik, damit Strache der FPÖ Stimmen abnimmt, haben SPÖ, Grüne und ÖVP Straches Lügengeschichten ihren Sanktus gegeben.“ Man orte „fragwürdige juristische Argumentationsketten“. Dem Vernehmen nach hat das Ehepaar Strache angegeben, getrennt zu leben, was „im völligen Gegensatz zum öffentlichen Bild der Familie Strache“ stehe.

Nur FPÖ stimmte gegen Strache
Kritik kam auch daran, dass in Österreich politische Parteien über Sachverhalte des Wahlgesetzes abstimmen würden, weil die Bezirkswahlbehörden mit Parteienvertretern besetzt sind. Demnach dürften sechs Vertreter von SPÖ, ÖVP und Grünen für Straches Verbleib im Wählerverzeichnis gestimmt haben, drei FPÖ-Vertreter stimmten gegen ihren ehemaligen Bundesparteichef.

THC: „Wer, wenn nicht er“
Team-HC-Klubchef Karl Baron ortete am Dienstag indes eine „Diffamierungskampagne nach der anderen“ gegen Strache. Die Wahlbehörde habe entschieden, das „absurde Verlangen“ sei abgelehnt worden. Strache habe „natürlich“ seinen Lebensmittelpunkt in Wien: „Wer, wenn nicht er.“ Er sei in Wien geboren und hier in die Schule gegangen - somit der „absolute Urwiener“. Alle Parteien hätten dies eingesehen, nur die FPÖ nicht.

Generalsekretär Christian Höbart ortete ein „Sommerlochthema“, die Wahlbehörde habe nun aber klar entschieden. Die „Anpatzversuche mit Silberstein-Methoden“ würden nun in sich zusammenbrechen. Man werde mit Strache einen „fairen und inhaltlichen Wahlkampf“ führen, versprach er.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 21. September 2020
Wetter Symbol
Wien Wetter
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.