Landwirtschaft

Warum die weibliche Hand am Bauernhof wichtig ist

Kärnten
08.03.2026 10:00

Anlässlich des Weltfrauentags holt die „Krone“ eine Bäuerin vor den Vorhang. Gabriela Vallant gibt Einblicke in ihren Beruf, spricht über Klischees und über die Vorteile einer Bäuerin. 

Die Zeiten, in denen landwirtschaftliche Betriebe nur in männlicher Hand waren, sind schon lange vorbei. Alleine in Kärnten werden 30 Prozent der rund 10.000 Betriebe von Frauen geführt. Und selbst wenn das nicht der Fall ist, sind Bäuerinnen am Hof nicht wegzudenken.

„Es würde etwas fehlen“
„Frauen sind die, die die Familie zusammenhalten, ohne sie fehlt etwas – das Liebliche am Hof. Es wäre kalt“, betont Egbert Vallant die Wichtigkeit der weiblichen Unterstützung. Seine Frau Gabriela lebt und liebt das Bäuerinnendasein. „Ich wusste, was mich erwartet, als ich mit meinem Mann bei ihm zu Hause übernommen habe“, schmunzelt die Unterkärntnerin, die selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und weiß, was es heißt, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen.

Es ist egal, welche Arbeit am Bauernhof erledigt werden muss – bei Familie Vallant helfen immer ...
Es ist egal, welche Arbeit am Bauernhof erledigt werden muss – bei Familie Vallant helfen immer alle zusammen.(Bild: Vallant)
(Bild: Grundnigproductions)
(Bild: Grundnigproductions)
(Bild: Vallant)

Ihre Lieblingsaufgabe am Hof: „Mein Mann liebt die Forstwirtschaft, ich gehe gemeinsam mit meinem Schwiegervater melken“, erzählt sie. Doch nicht nur diese Arbeit fällt am Milchvieh-Hof in Kamp in St. Gertraud an. „Wir teilen uns die Arbeit auf, alle helfen zusammen“, so die 44-jährige Mama, die dankbar für ihre Schwiegereltern ist. „Nur zusammen klappt es, dann kann jeder auch seinen eigenen Hobbys nachgehen.“

„Ein Klischee, das nicht stimmt“
Dass Gabriela als Bäuerin „nur“ zu Hause ist, verneint sie. „Ein Klischee, das nicht stimmt. Landwirtschaft ist echte und viel Arbeit – man leitet quasi ein Unternehmen“, betont sie und hofft, dass Bäuerinnen, ganz generell die Landwirtschaft, einen höheren Stellenwert in der Bevölkerung bekommen. „Wir sind schließlich die, die Lebensmittel für uns alle produzieren.“

Vallant nennt die Vorteile eines bäuerlichen Betriebes für Frauen: „Man ist zwar gebunden, aber es ist alles Einteilungssache. Ein großes Privileg ist es, zu Hause bei den Kindern sein zu können. Das geht in anderen Jobs wohl kaum“, freut sie sich.

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