Aufgrund von Verletzungsproblemen versäumte der Goalie einen Teil der Wintervorbereitung und verlor danach seinen Stammplatz bei Rapid an Raimund Hedl. Daran änderte sich auch mit Beginn der neuen Saison nichts - Payer sitzt bei Rapid auf der Bank und steht dadurch auch im ÖFB-Team im Abseits, obwohl er noch im vergangenen Herbst Österreichs Nummer eins gewesen war.
Die Degradierung durch Trainer Peter Pacult kann Payer nach wie vor nicht ganz verstehen. "Das ist seine Entscheidung. Ich habe auf jeden Fall immer mein Bestes gegeben und alles dafür getan, um zu spielen", erklärte der 31-Jährige. Begründung für die Rückstufung auf die Ersatzbank gab es von Pacult keine. "Doch er muss es auch nicht begründen. Außerdem will man so etwas als Tormann sowieso nicht hören."
Payer wartet nicht mehr lange
Mit Ausnahme eines leihweisen Gastspiels in der Saison 2000/01 beim ASK Kottingbrunn ist Payer seit 1997 bei Rapid engagiert. Seither brachte es der Oberösterreicher auf 266 Pflichtspiele für die Hütteldorfer und 20 Länderspiele, erst im vergangenen Jänner wurde sein Vertrag beim Rekordmeister bis 2012 verlängert. Ob Payer den Kontrakt erfüllt, ist angesichts der momentanen Situation jedoch offen. "Ich gebe jetzt einmal bis Winter weiter Gas und dann schaue ich mir das Ganze an. Ich bin sicher keiner, der sich zwei Jahre auf die Bank setzt", betonte der Tormann.
Ein Absprung schien schon Ende August möglich. Der serbische Meister und Champions-League-Teilnehmer Partizan Belgrad wollte Payer verpflichten, der Transfer kam dann aber auch wegen des nahenden Geburtstermins nicht zustande. "Die Champions League wäre sicher ein interessanter Aspekt gewesen, aber ich wollte meiner hochschwangeren Frau einen Umzug nach Belgrad nicht zumuten." Auch bei Ried soll der Keeper nach der Verletzung von Thomas Gebauer ein Thema gewesen sein. "Davon habe ich nur gehört, aber es hat keine Anfrage gegeben."
Payer: "Das ist furchtbar"
So ist für Payer wohl auch in den kommenden Monaten die Ersatzbank reserviert. "Das ist furchtbar. Ich war von Verletzungen abgesehen neun Jahre lang die Nummer eins bei Rapid und habe mir in dieser Zeit nicht viel zuschulden kommen lassen. Aber ich habe schon ganz andere Sachen gemeistert. Mir ist es lieber, ich bin fit und spiele nicht, als ich bin nicht gesund und spiele nicht", erklärte der Goalie in Anspielung auf seine kurz vor der EURO 2008 erlittene Venen-Thrombose im Darm- und Leberbereich. Diese Erkrankung hätte weit Schlimmeres als eine mehrmonatige Pause zur Folge haben können.
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