24.07.2020 06:00 |

Neuer Prozess

OGH kippt Schuldsprüche gegen okkulte Frauengruppe

Paukenschlag rund um jenes okkulte Frauentrio, das Anfang des Jahres in Kärnten wegen Mordes, Betrugs und Brandstiftung zu langen Haftstrafen verurteilt worden ist. Der OGH kippte jetzt alle drei Schuldsprüche. Der Mordprozess muss damit neu aufgerollt werden.

Damit hat wohl nicht einmal Verteidiger Wolfgang Blaschitz gerechnet, der den Obersten Gerichtshof ja selbst für seine Mandantin Barbara H. angerufen hatte: „Tatsächlich wurde mir avisiert, dass das Urteil in dem sogenannten Hexenprozess teilweise aufgehoben wird. Wir werden also wieder am Landesgericht Klagenfurt verhandeln.“

Wir erinnern uns: Vor sechs Monaten waren H. und ihre „Chefin“ Margit T. wegen Mordes, Betrugs und Brandstiftung verurteilt worden - T. erhielt als Anstifterin lebenslänglich, H. als Auftragsmörderin 18 Jahre Haft. Beide Frauen wurden zudem eingewiesen, eine dritte Komplizin fasste drei Jahre Haft aus.

Betagten Menschen Geld aus der Tasche gezogen
Das okkulte Trio hatte jahrelang gutgläubigen älteren Menschen das Geld aus der Tasche gezogen, indem sich T. als Medium ausgab, das mit Gott und Engeln sprechen könne. Eine Villacher Pensionistin musste sterben, nachdem sie misstrauisch wurde und zudem ihr Testament ändern wollte.

Inwieweit sich an dem Sachverhalt etwas ändert oder warum die Höchstrichter das Geschworenenurteil zum Teil aufheben, ist noch nicht bekannt.

Kerstin Wassermann, Kronen Zeitung

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