17.07.2020 11:36 |

„Spricht mit ihnen“

Mörder hat Fotos von getöteter Familie in Zelle

Als Chris Watts vor knapp zwei Jahren seine eigene Familie auslöschte, weil er ein neues Leben mit seiner Affäre beginnen wollte, sorgte dies für Entsetzen weit über die Grenzen der USA hinaus. Mittlerweile dürfte der Mörder, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, seine Tat bitterlich bereuen. Die Wände seiner Gefängniszelle sollen voll mit Bildern seiner getöteten Ehefrau und zwei Töchtern sein. Seine Mutter Cindy erzählte nun, er würde sich mit seinen Mordopfern jede Nacht unterhalten …

Die grauenhafte Tat trug sich im August 2018 in Frederick im US-Bundesstaat Colorado zu - als seine schwangere Ehefrau und seine beiden Töchter im Alter von drei und vier Jahren spurlos verschwunden waren, flehte der später verurteilte Mörder noch: „Bringt sie mir zurück!“ - obwohl er seine Familie zuvor mit eigenen Händen getötet hatte. Die Leichen wurden später auf einem Ölfeld gefunden - die erwürgte Ehefrau Shannann lag in einem flachen Grab, die Körper der erstickten Mädchen entsorgte er in Fässern.

Mutter des Mörders muss Opfern Briefe an Grab vorlesen
Der 34-Jährige muss den Rest seines Lebens in einer Gefängniszelle verbringen, diese hat er laut seiner Mutter mit Bildern seiner ermordeten Familie zugepflastert. Mit diesen soll er sich jede Nacht unterhalten. Außerdem bittet er seine Eltern regelmäßig, am Grab seiner Töchter Briefe vorzulesen.

Briefe an Töchter bringen Großmutter zum Weinen
Am Tag, als seine Tochter Celeste vier Jahre alt geworden wäre, bezeichnete er sie in einem Schreiben als „Super-Mädchen“. „Wir gingen zur Grabstelle und ich las es laut vor. Es sind schöne Briefe, die mir die Tränen in die Augen treiben“, berichtete Cindy. „Ich habe meinen Sohn nie gekannt, weil er nie Gefühle geäußert hat. Es war schwer für ihn, diese in Worte zu fassen, aber er kann sie auf Papier aufschreiben“, so die Mutter des Mörders.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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