50 Jahre nach dem Terrorangriff auf die OPEC-Zentrale in Wien sind viele Fragen offen. Hat Kanzler Kreisky richtig reagiert? Warum wurde „Carlos“ nie in Österreich angeklagt? War die heimische Polizei schlecht vorbereitet? Krone+ hat den Historiker und Terrorismusexperten Thomas Riegler befragt.
„Krone“: Warum fiel im Dezember 1975 die Wahl auf Wien als Terrorziel?
Thomas Riegler: Seit 1965 hatte die OPEC ihren Sitz in Wien. Das heißt, es hätte im Prinzip jede europäische Großstadt treffen können, wenn dort das OPEC-Generalsekretariat gewesen wäre. Die Terrorattacke hatte in diesem Sinne wenig mit Österreich zu tun. Was die Ausführung erleichtert hat, war der Umstand, dass die Sicherheitsvorkehrungen in Wien rund um das OPEC-Generalkonsulat sogar nach Meinung vieler Mitgliedsstaaten schlecht waren.
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