Zurück auf Rang zwei

„Unglaublich!“ Rapid-Jubel nach historischer Wende

Rapid hat sich im Kampf um den Bundesliga-Vizemeistertitel zwei Runden vor Saisonende wieder in die Pole Position gebracht. Für den 3:2-Erfolg bei Sturm Graz nach 0:2-Rückstand war ein Energieanfall nach der Pause entscheidend. „Es war eine richtige Schlacht in der zweiten Halbzeit. Wir haben ein paar Gänge raufgeschaltet und alles reingehauen“, sagte Rapids Maximilian Ullmann.

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Nach dem historischen 2:7-Heimdebakel gegen Salzburg im Allianz Stadion am Mittwoch konnte man diesmal auf positive Art Geschichte schreiben. Erstmals seit 35 Jahren gewann Rapid nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch. „Erste Hälfte war Angsthasen-Fußball, da haben wir kaum den Ball in den eigenen Reihen halten können. Wie wir dann zurückgekommen sind, ist unglaublich. Wir haben dann genau das gemacht, was wir vorher schon wollten. Es war wichtig, dass die Mannschaft eine Reaktion gezeigt hat“, analysierte Coach Dietmar Kühbauer.

Auch Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic hatte mit dem Auftritt nach der Pause seine Freude: „Da hatten wir eine sensationelle Moral, haben alles rausgeholt. Wir waren insgesamt die bessere Mannschaft, haben daher verdient gewonnen.“ Der wieder genesene Kelvin Arase (51.) leitete den Umschwung gleich nach Wiederbeginn ein, die weiteren Tore durch Stefan Schwab (83./Elfmeter) und Ercan Kara (90.) fielen erst im Finish.

„Joker“ Kara mit Goldtor
Der 24-jährige Kara sorgte genau eine halbe Stunde nach seiner Einwechslung für das Goldtor. Der Stürmer traf im zweiten Spiel in Folge und zum dritten Mal im siebenten Ligaeinsatz. „Es läuft ein bisschen“, ist sich Kara bewusst. Zuletzt zeigte er genau jene Effizienz, die etwa Christoph Knasmüllner und Koya Kitagawa bei Topchancen in Graz vermissen ließen. „Er hat eine Zeit gebraucht, damit er körperlich aufholt. Er hat Potenzial und kann Tore schießen, deshalb haben wir ihn ja auch geholt“, sagte Kühbauer über seinen Matchwinner.

Mit Melih Ibrahimoglu spielte ein weiterer Wechselspieler eine tragende Rolle, in dem der 19-Jährige den Elfmeter herausholte. „Ich möchte schon sagen, dass wir mit dieser Verletzungsproblematik eine unglaublich gute Saison spielen“, betonte Kühbauer. Besonders freue ihn das für die vielen jungen Spieler.

Nun wartet der LASK
Die stehen nun vor einer entscheidenden Partie am Mittwoch (20.30 Uhr, live im sportkrone.at-Ticker), kommt doch der LASK zum Schlager nach Wien. Rapid hat ein Plus von zwei Punkten, sollte der LASK nicht nachträglich vom Schiedsgericht noch welche der vier abgezogenen Zähler zurückerhalten. „Wir müssen alles reinlegen in den letzten zwei Spielen“, gab Kühbauer die Marschroute vor. Auf seine Elf wartet auch noch der schwere Gang zum WAC, der mit einem Rückstand von vier Punkten noch in Richtung Rang zwei schielen darf.

Vorerst zählt aber nur der LASK. „Wenn wir wie in der zweiten Halbzeit, jeder für jeden kämpfen, dann bin ich guter Dinge, dass uns ein Sieg gelingen wird“, blickte Ullmann dem Duell mit seinem Ex-Klub optimistisch entgegen.

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Mittwoch, 29. Juni 2022
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