28.06.2020 15:45 |

500.000 Todesopfer

Weltweit schon zehn Millionen Corona-Infektionen

Während das Corona-Virus in Europa zumindest als weitgehend eingedämmt gilt, breitet es sich weltweit weiter aus. Rund um den Globus sind mittlerweile rund zehn Millionen Fälle von SARS-CoV-2 gemeldet worden, wie die Johns-Hopkins-Universität in den USA am Sonntag meldete. Rund 500.000 Menschen sind an Covid-19 gestorben. Besonders Indien, Brasilien und die USA verzeichnen weiter hohe Infektionsraten. Neue Fälle in Peking ließen indes Befürchtungen eines weitläufigen Wiederaufflammens des Virus in China aufkommen.

Die Zahl von zehn Millionen weltweit Infizierten liegt etwa beim Doppelten der jährlich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierten schweren Grippe-Fälle. Die Todeszahl in den etwa sieben Monaten der Corona-Pandemie entspricht ungefähr der Todesrate durch die Influenza in einem Jahr.

Brasilien meldete zuletzt fast 40.000 neu Infizierte und kommt insgesamt nun auf über 1,3 Millionen Fälle. Die Zahl der Toten wurde dort mit 57.000 angegeben. Russland spricht von rund 635.000 Infektionen und mehr als 9000 Opfern. An dieser vergleichsweise geringen Todesrate werden aber immer wieder Zweifel angemeldet.

500.000 Chinesen müssen in den Lockdown
Rund eine halbe Million Chinesen, die in der Nähe von Peking leben, müssen indes wegen eines neuen Coronavirus-Ausbruchs in den Lockdown. Das teilten die chinesischen Behörden mit, nachdem am Sonntag die Zahl der Neuinfektionen in der Hauptstadt erneut gestiegen war. In den vergangenen 24 Stunden seien 14 neue Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die Behörden versicherten aber, die Lage werde sich „verbessern“.

Betroffen von dem Lockdown sind Chinesen im Landkreis Anxin, der 150 Kilometer von Peking entfernt liegt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wird der Ort „vollständig abgeriegelt und kontrolliert“. Die Bewohner müssten zu Hause bleiben. Nur ein Angehöriger pro Familie dürfe rausgehen, um Einkäufe zu erledigen und Medizin zu besorgen, hieß es.

Die akuten Infektionen in Peking lösten Befürchtungen eines weitläufigen Wiederaufflammens des Virus in China aus. Nach zwei Monaten ohne neue Ansteckungen in Peking ist die Zahl der Neuinfektionen seit dem 11. Juni auf 311 gestiegen.

Europa weiterhin am stärksten von Pandemie betroffener Kontinent
Der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent ist aber weiterhin Europa: Dort wurden inzwischen mehr als 2,6 Millionen Infektionen und fast 196.000 Todesfälle registriert. Die Statistik der am schwersten betroffenen Länder wird hingegen von den USA angeführt, wo mehr als 2,5 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet wurden und 125.539 gestorben sind.

Weltweit wurden allein den vergangenen sechs Tagen eine Million Neuinfektionen gemeldet. Weil die Teststrategien in den einzelnen Ländern so unterschiedlich sind und weil in vielen Staaten der Erde dafür auch gar nicht die Kapazitäten zur Verfügung stehen, dürfte die reale Zahl der Covid-19-Betroffenen deutlich höher liegen.

Staaten und stars mobilisierten Milliarden
Beim internationalen Spendenmarathon gingen am Wochenende Hilfszusagen von insgesamt 6,15 Milliarden Euro ein, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mitteilte. Deutschland versprach 383 Millionen Euro. Insgesamt nahmen 40 Regierungen an dem virtuellen Gipfel teil. Mit dem Milliardenbetrag soll unter anderem die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Krankheit vorangetrieben werden.

Die chinesische Firma China National Biotec Group meldete am Wochenende mit einem Coronavirus-Impfstoffkandidaten ermutigende Testergebnisse am Menschen. Die Resultate deuteten darauf hin, dass der Impfstoff sicher und wirksam sein könnte, so das Unternehmen. Das Medikament habe bei allen geimpften Testpersonen der klinischen Studie, an der 1120 gesunde Menschen teilnahmen, eine hochgradige Antikörper-Produktion ausgelöst.

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