Kryptowährung

Internet-Betrüger werben mit Promis für Anlagen

Fast täglich werden Betrugsfälle im Internet bekannt. „Mein Geld ist wahrscheinlich weg, aber ich möchte andere Menschen warnen“, sagt Manfred…P. Er ist auf Facebook Kryptowährungsbetrügern aufgesessen. Die Cyberkriminellen werben mit Bildern von Promis sowie den Logos von Zeitungen und ORF.

Ein Foto von Dietrich Mateschitz samt verfälschtem ORF-Interview und falsche Logos von „Krone“ und ORF ließen auch Manfred P. alle Vorsicht über Bord werfen, als er den Facebook-Eintrag über Finanzanlagen in der Kryptowährung sah. In drei bis vier Monaten könne jeder Millionär werden, stand dort.


Binnen 14 Tagen war das Geld weg
Er klickte auf den dazugehörigen Link zum Anmelden und bezahlte auch 250 Euro Gebühr. Dafür wurde er registriert, seine persönlichen Daten wurden aufgenommen und er bekam einen Betreuer zugewiesen. „Das war ein Vollprofi im Verkaufen“, erinnert sich der 63-jährige Oberösterreicher. Und er ließ sich überreden, investierte 5000 Euro, die sich innerhalb von zehn Tagen angeblich schon auf 8000 Euro vermehrt hatten. „Deshalb wollte ich eine Auszahlung und von da an ging es auf meinem Konto bergab. Binnen 14 Tagen war das Geld weg.“

Warnung
Inzwischen vermutet Manfred P. seine „Geschäftspartner“ in Estland. Er erstattete Anzeige, das Verfahren liegt bei der Staatsanwaltschaft. Von den Drahtziehern fehlt jede Spur. Der hereingelegte Anleger aber staunte nicht schlecht, als er vor einer Woche neuerlich auf ein Facebook-Inserat stieß. „Ich habe allen Freunden erzählt, was mir passiert ist. Und ich möchte auch andere warnen.“

Claudia.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Samstag, 05. Dezember 2020
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