31.05.2020 05:30 |

Corona:

Sicherheit immer voll im Griff

Von umjubelten Auftritten der Rolling Stones bis zum Wiener Donauinselfest mit über drei Millionen Besuchern - die Festivalszene liegt brach, Hunderte Securitys warten auf Arbeit.

Ob der legendäre Mick Jagger von den Rolling Stones, Stadionrocker Jon Bon Jovi oder Publikumslieblinge der Operette auf der Seebühne in Mörbisch - bei Auftritten der Stars ist immer Herbert Wagner in deren Nähe. Der Burgenländer ist Chef der wichtigsten Sicherheitsfirma für die größten Veranstaltungen dieser Art in Österreich. Der Ski-Weltcup in Hinterstoder Ende Februar konnte von seinen Securitys noch ordnungsgemäß über die Bühne gebracht werden. Das Konzert von Helene Fischer bei „Sound & Snow“ in Bad Hofgastein ist kurz darauf schon geplatzt. Nach der bitteren Absage ging es Schlag auf Schlag. „Wegen der Corona-Krise konnten allein im März 20 Events mit 3000 bis 10.000 Besuchern nicht mehr stattfinden“, erklärt Wagner. Seither hantelt sich seine Firma mit 80 fixen Mitarbeitern nur mehr von einem Tag zum anderen. Normalerweise befinden sich bei Bedarf 350 zusätzliche Securitys im Einsatz. Fallweise sind es noch mehr. „Für die Helene-Fischer-Show war ein 600-köpfiges Team aufgestellt, vergleichbar mit Nova Rock in Nickelsdorf. Bei Konzerten im Wiener Ernst-Happel-Stadion sind es 700 Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf von Großereignissen sorgen“, sagt Wagner.

Alle Securitys hoffen nun auf baldige neue Aufträge. In der Branche herrscht Unruhe: „Nur Wachdienste konnten fortgesetzt werden. Dazu kamen im Zuge der heiklen Corona-Phase die Sicherung von Spitälern mit Besucherkontrollen und die Aufsicht bei Supermärkten.“

Der gerichtlich beeidete Sachverständige für Krisen- und Risikomanagement würde sich von der Bundesregierung erwarten, bereits jetzt Pläne für Veranstaltungen im Herbst offen zu besprechen und einen Shutdown zu überlegen. Der erfahrene Branchenprofi kennt genug Möglichkeiten, „um Gefahren einer Ansteckung auf vernünftige Art zu reduzieren, statt Gästezahlen niedrig zu halten“. „Jetzt könnten Vorgehensweisen in Ruhe geklärt, diskutiert und rechtzeitig umgesetzt werden“, gibt der Chef der Wagner Sicherheit GmbH zu bedenken.

Kronen Zeitung

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