Über 50% ausgeforscht

Trafik-Coup war heuer der siebente Raubüberfall

Zwei Überfalle binnen weniger Tage konnten die Kriminalisten in Oberösterreich klären. Beim Trafik-Coup in Linz führten zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung die Polizisten auf die Spur eines 42-jährigen Beschäftigungslosen. Es war bereits der siebente Überfall in diesem Jahr, vier Täter konnten ausgeforscht werden.

„Im konkreten Fall muss man die gute Zusammenarbeit von Polizei, Medien und der Bevölkerung herausstreichen“, erklärt Alexander Riedler vom Landeskriminalamt OÖ. Wie berichtet, konnte der Trafikräuber im Linzer Stadtteil Neue Heimat dank mehrer Hinweise aus der Bevölkerung rasch ausgeforscht und in der Nacht auf Mittwoch widerstandslos von der Cobra festgenommen werden.

Motiv waren Geldsorgen
Es war heuer der zweite Überfall auf eine Trafik, vom ersten Täter fehlt allerdings noch jegliche Spur. Erst am Freitag hatte ein 29-Jähriger eine Bank in Gurten überfallen. Dank zwei aufmerksamen Angestellten konnte der 29-jährige Täter rasch erwischt werden. In beiden Fällen trieben jeweils hohe Geldsorgen die Männer zu ihren Taten.

Polizei fürchtet Zunahme wegen Corona-Krise
Hinter vorgehaltener Hand befürchtet man in Polizeikreisen, dass nach der Coronakrise viele Menschen unter Geldsorgen leiden werden und solche Verzweiflungstaten zunehmen.

Nadel im Heuhaufen
Weiter ungeklärt ist der Überfall auf einen Geldtransporter vor einer Bank in Alkoven vor zwei Wochen. In den vergangenen zwei Jahren konnten 43% der Räuber untertauchen. „Kein Vorwurf an die Opfer, aber oftmals sind die Wahrnehmungen an den Täter völlig verzerrt und stimmen nicht. Das liegt an der Stresssituation“, so Riedler. Kann auch die Überwachungskamera keine brauchbaren Bilder liefern, beginnt die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Donnerstag, 02. Juli 2020
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