Helfer erzählt

Kind aus heißem Auto gerettet: „Musste handeln“

Polizist, Feuerwehrmann und Rettungssanitäter - Patrick Findt (33) aus Schwertberg ist ein Gesamtpaket! Der 33-Jährige schlug am Freitag die Heckscheibe eines Autos in Linz ein, in dem die kleine Berina (2) eine Stunde lang festsaß. „Die Kleine war so fertig, dass wir handeln mussten“, erzählt er.

„Als wir zum Einsatzort gekommen sind, sind schon ein paar Leute rund um das Auto gestanden und haben wild mit den Händen gefuchtelt“, erzählt Findt. Am Freitag gegen 15.30 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein – ein zweijähriges Mädchen war auf einem Parkplatz in der Kremplstraße in Linz seit etwa einer Stunde in einem Audi A 4 eingesperrt. „Ihr Papa hat mir dann vor Ort erzählt, dass sich das Mädchen selbst im Auto eingesperrt hat. Sie war zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich fertig, da mussten wir einfach handeln“, schildert der Polizist.

„Die Scheibe war widerspenstig“
In Absprache mit dem Papa (34), ein Kosovare aus Sierning, reagierte Findt dann schnell – er schlug mit einem Hammer die Heckscheibe des Autos ein. „Die Scheibe war etwas widerspenstig, drum hab’ ich dann auch noch ziemlich fest mit der Hand hingeschlagen“, so der mutige Schwertberger. Die kleine Berina konnte endlich aus ihrem Gefängnis befreit und der Rettung übergeben werden. Auch Patrick Findt musste mit leichten Schnittverletzungen im Spital behandelt werden: „Das ist nicht so schlimm, nur zwei Wunden mussten geklebt werden, das verheilt wieder.“

„Im Hochsommer hätte das anders ausgesehen“
Bei diesem Einsatz hatte es etwa 22 Grad Außentemperatur: „Im Auto hatte es sicher schon 40 Grad, im Hochsommer hätte das noch mal ganz anders ausgesehen“, sagt Findt. Wie schnell die Hitze im Auto tödlich wird, haben Forscher aus den USA untersucht: Bei einer Außentemperatur von 34 Grad heizt sich ein Auto innerhalb von 30 Minuten auf 50 Grad auf – siehe Grafik. Auch wenn es kühler ist, wie im aktuellen Fall, kann es schnell lebensgefährlich werden.

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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