04.05.2020 13:46 |

„Schwere Rezession“

Lockdown kostet jeden Deutschen pro Tag 60 Euro

Der deutsche Ökonom und Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum geht davon aus, dass die Beschränkung des öffentlichen Lebens - der sogenannte Lockdown - jeden deutschen Bundesbürger täglich 60 Euro kostet. Klar sei auch, dass man in eine schwere Rezession schlittere, so der Experte.

„Eine Woche Lockdown kostet etwa 35 Milliarden pro Woche. Das sind fünf Milliarden pro Tag - und im Durchschnitt 60 Euro pro Bundesbürger pro Tag“, sagt Südekum in „Bild Live“.

Stärkste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg
Laut Südekum, Professor für internationale Volkswirtschaftlehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wirkt sich die Krise deutlich schlimmer aus als erwartet. „Die ersten Prognosen, die gemacht wurden, waren zu optimistisch. Es wird dramatisch nach unten gehen. Es ist jetzt schon klar, dass wir die stärkste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs bekommen.“

BIP wird um mehr als sechs Prozent einbrechen
Die Regierung in Berlin rechnet infolge der Covid-Krise ebenfalls mit einer schweren Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte um 6,3 Prozent einbrechen, hieß es in der Frühjahresprognose, die das deutsche Wirtschaftsministerium am Mittwochnachmittag veröffentlichte. Das wäre ein noch stärkerer Wirtschaftseinbruch als jener in der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren.

Das Niveau der Wirtschaft vor der Krise dürfte entsprechend erst 2022 wieder erreicht werden. Finanzminister Olaf Scholz plant im Kampf gegen die Krise bereits mit neuen Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro.

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