29.04.2020 12:12 |

Minus 6,3% beim BIP!

Deutsche Regierung rechnet mit schwerer Rezession

Die Regierung in Berlin rechnet infolge der Covid-Krise mit einer schweren Rezession in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte um 6,3 Prozent einbrechen, hieß es in der Frühjahresprognose, die das deutsche Wirtschaftsministerium am Mittwochnachmittag in Berlin veröffentlichte. Das wäre ein noch stärkerer Wirtschaftseinbruch als jener in der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren.

Erst 2022 wird laut Prognose das Niveau vor der Covid-19-Krise erreicht werden. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellte die Zahlen am Mittwochnachmittag in Berlin vor. Die Frühjahrsprojektion ist auch deswegen wichtig, weil die Eckwerte die Grundlage für die Steuerschätzung im Mai bilden - wegen der Corona-Krise sind dann weniger Steuereinnahmen zu erwarten.

Altmaier rechnet im zweiten Quartal mit dem Tiefpunkt und danach einer allmählich einsetzenden Erholung. Hier werde der Schutzschirm der Regierung im Volumen von mehr als einer Billion Euro helfen. Für 2021 sagte die Regierung ein Wachstum von 5,2 Prozent voraus. 

Das Niveau der Wirtschaft vor der Krise dürfte entsprechend erst 2022 wieder erreicht werden. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant im Kampf gegen die Krise bereits mit neuen Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro.

Viele Branchen schwer betroffen
Von den massiven Beschränkungen im Kampf gegen das Virus sind viele Branchen schwer betroffen - etwa die Luftverkehrs - und Reisewirtschaft, Hotels und Gaststätten, aber auch das Handwerk und die Industrie. Aufträge und Umsätze sind weggebrochen. Die deutsche Regierung hatte umfassende Hilfsprogramme aufgelegt, um Jobs und Firmen zu schützen - und deutlich gemacht, bei Bedarf noch einmal nachzulegen.

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