25.04.2020 10:34 |

Flug in Rekordzeit

Raumfrachter bringt 2,5 Tonnen Nachschub zur ISS

Ein russischer „Progress“-Raumfrachter hat mehr als 2,5 Tonnen Nachschub an die Internationale Raumstation ISS geliefert. Die mit einer „Sojus“-Rakete Samstagfrüh vom Raumfahrtbahnhof Baikonur ins All geschossene Kapsel erreichte den Außenposten der Menschheit in der neuen Rekordzeit von drei Stunden und 20 Minuten und legte damit den bis dato schnellsten Flug in der Geschichte der ISS hin.

Roskosmos nutzte wieder eine kürzere Flugbahn, bei der das unbemannte Raumschiff schon nach zwei Erdumrundungen an der Station festmacht. Früher brauchte ein Flug zur ISS rund zwei Tage. Seit 2013 nutzt die russische Raumfahrtbehörde auch für bemannte Flüge zur Internationalen Raumstation eine kurze Variante, die aber immer noch gut sechs Stunden dauert.

Der Transporter war in der Nacht auf Samstag mit einer „Sojus“-Rakete abgehoben. Der Flug war laut Roskosmos dem 75. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gewidmet, den Russland am 9. Mai feiert. Die Trägerrakete war daher mit einer orange-schwarzen Banderole verziert, dem Symbol des sowjetischen Kampfes gegen die Nazis.

Kapsel und Ladung extra desinfiziert
Wegen des hochansteckenden Coronavirus wurde die „Progress“-Kapsel vor dem Start auch an den Innenflächen extra desinfiziert - ebenso die Ladung. So sollte der maximale Schutz der Raumfahrer an Bord der ISS sichergestellt werden.

Der Frachter beliefert die rund 400 Kilometer über der Erde kreisende Raumstation mit Treibstoff, Wasser, Gerät für wissenschaftliche Experimente, Nahrung, Kleidung und Medikamente, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte.

Raumfrachter bleibt sieben Monate im All
An Bord der ISS befinden sich zurzeit drei Raumfahrer: Die beiden russischen Kosmonauten Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der US-Astronaut Christopher Cassidy. Der „Progress“-Raumfrachter soll - angedockt an der ISS - rund sieben Monate im All bleiben und erst im Dezember zur Erde zurückkehren.

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