Rendi-Wagner:

„Masken nicht nur im Supermarkt, sondern überall“

Politik
30.03.2020 12:34

Nach der Ankündigung der Regierung, eine Maskenpflicht in Supermärkten einzuführen, hat SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sogar noch eine schärfere Maßnahme gefordert. Die Mund-Nasen-Schutzmasken seien „mehr als notwenig, aber nicht nur in Supermärkten, sondern flächendeckend im öffentlichen Raum“: „Wenn die Masken jeder trägt, dann ist auch wirklich ein Fremdschutz gegeben.“ Rendi-Wagner betonte einmal mehr die Notwendigkeit eines Corona-Kontrollzentrums im Gesundheitsministerium. Nur dann sei eine effiziente Datenbündelung möglich.

Die SPÖ-Chefin, die früher selbst als Medizinerin tätig war, erinnerte auch daran, dass es wohl „eine große Anzahl an Virenausscheidern, die keine Symptome haben“, gebe: „Jeder von uns könnte einer sein.“ Das erklärte Ziel müsse es daher sein, das Infektionsrisiko zu senken und damit auch weiterzumachen, wenn die Maßnahmen schrittweise wieder runtergefahren würden. „Ich möchte von der Regierung nicht mehr hören, dass wir ,auf Sicht fahren‘, denn das bedeutet, dass man kein konkretes Ziel vor Augen hat.“

(Bild: APA/ROBERT JAEGER)

„Brauchen einen Echtzeit-Überblick“
Es brauche einen Echtzeit-Überblick, um die limitierten Ressourcen im Gesundheitssystem einzusetzen. Man dürfe nicht auf einen Engpass warten, dann sei es zu spät. „Ich möchte nicht, dass sich Ärztinnen und Ärzte entscheiden müssen, ob ein Patient beatmet werden kann oder nicht“, so Rendi-Wagner in Hinblick auf die Situation in Italien oder Frankreich, wo es nicht mehr ausreichend Beatmungsgeräte gibt. Es sei kein aktives und effizientes Krisenmanagement, „wenn man immer einen Schritt zu spät ist“.

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Ich möchte nicht, dass sich Ärztinnen und Ärzte entscheiden müssen, ob ein Patient beatmet werden kann oder nicht.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner

Einmal mehr sprach sich die SPÖ-Chefin für die Einrichtung eines Corona-Kontrollzentrums im Gesundheitsministerium aus. Nur dort könnten effizient Ressourcen mit den aktuellen Fallzahlen verlinkt und Entscheidungen getroffen werden. „Der Bedarf ist ja in Österreich zeitmäßig unterschiedlich verteilt.“ Außerdem brauche es eine klare Teststrategie, besonders im Hinblick auf die Antikörpertests. 

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