Die Hotelbranche gerät unter Druck: Die frühere HR Group, jetzt Revo Hospitality Group, mit europaweit rund 250 Hotels in der Kollektion– darunter Marken wie Hilton, Marriott, Amedia sowie H2 und H+ –, kämpft ums Überleben.
Der große Hotelbetreiber Revo Hospitality Group mit Sitz in Berlin hat dort für 140 seiner Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Die 125 Hotels in Österreich und Deutschland, die etwa 5500 Mitarbeiter beschäftigen, sollen aber laut Auskunft des Unternehmens weitergeführt werden. Mitverantwortlich für die Pleite sei unter anderem die starke Expansion in den letzten Jahren gewesen.
Hierzulande erstreckt sich die Palette der Revo Group über bekannte Hotels, wie dem Hilton Garden Inn in Innsbruck, dem Hyperion und Fourside in Salzburg, die H+ und H2 Hotels in Wien und die Wyndham Collection Amedia Hotels.
Dabei bleibt das Unternehmen handlungsfähig und die Sanierung wird unter Aufsicht eines Sachwalters durchgeführt. Ziel der Eigenverwaltung ist es, das Unternehmen anhand des Insolvenzplans strukturell und wirtschaftlich zu sanieren.
Welche Gästehäuser in Österreich konkret betroffen sind und weiterlaufen sollen, wurde noch nicht mitgeteilt. Nur so viel: „Bei der Agentur für Arbeit haben wir eine Vorfinanzierung der Gehaltszahlungen für die Monate Jänner bis März 2026 beantragt.“ Die Agentur für Arbeit entspricht dem österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS).
Von 51 auf 250 Hotels – doch der Umsatz blieb aus
Seit 2020 ist die Zahl der zur Gruppe gehörenden Häusern den Angaben zufolge von damals 51 auf inzwischen rund 250 gestiegen, was mit erheblichen Kosten verbunden war. Die Übernachtungszahlen seien allerdings nicht wie erwartet gestiegen, weshalb der für das Jahr 2025 geplante Umsatz nicht erreicht werden konnte.
Die neuen Geschäftsführer machten sich nun auf die Suche nach internationalen Investoren. Der Rechtsanwalt, der während der Sanierung die Geschäftsführung der betroffenen Gesellschaften übernimmt, erklärt dazu:
Die großteils in Eigenverwaltung beantragten Verfahren für die rund 140 Betriebe geben gute Chancen auf eine rasche Sanierung und langfristige Fortführung.
Rechtsanwalt Gordon Geiser
Die Gruppe betreibt eigenen Angaben zufolge unter eigenen Marken sowie als Franchisenehmer großer Hotelketten insgesamt 250 Hotels in 135 Städten in zwölf europäischen Ländern.
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