Die hohe Inflation sorgt für mehr Einsamkeit. Freizeitspaß und Lokalbesuche sind für viele nicht mehr leistbar. Laut aktueller Studie fühlen sich 22 Prozent der Befragten einsamer als noch während der Pandemie.
Unsere Generation hat so viel Freizeit wie noch nie, doch diese kostet Geld. Wer knapp bei Kasse ist, wird nicht nur von finanziellen Sorgen gebeutelt, sondern auch von der Einsamkeit. Obwohl Österreich laut aktuellen Zahlen mit einem Netto-Geldvermögen pro Kopf (75.770 Euro) Platz 17 unter den reichen Nationen einnimmt, ist der Alltag für viele schwer zu stemmen.
Dies zeigt eine aktuelle Foresight-Studie, die Caritas-Direktor Klaus Schwertner und „Krone“-Ombudsfrau Barbara Stöckl präsentierten. Demnach fühlen sich mehr als vier von zehn Befragten zumindest manchmal einsam und knapp drei von zehn sehen ihre Lebensqualität dadurch beeinträchtigt.
Ärmere werden von der Teuerung isoliert
Mitschuld ist die Teuerungswelle – Lebensmittel kosten etwa bei uns um 20 bis 30 Prozent mehr als in Deutschland, die Politik ist gefordert. Lokalbesuche, Kulturelles, Sport mit Freunden und selbst Einladungen nach Hause werden zum Luxus. Wenig überraschend – ärmere Einkommensschichten sind häufiger von der Isolation betroffen als Top-Verdiener. So manchen fällt im Homeoffice die Decke auf den Kopf.
Dies erklärt, warum nicht nur Senioren, sondern bereits Jüngere unter der Einsamkeit leiden. Heute fühlen sich 22 Prozent der Befragten einsamer als noch während der Pandemie.
Den Wunsch, sein Herz auf der Zunge zu tragen, erfüllt das Plaudernetz der Caritas. 4100 Freiwillige heben unter der Telefonnummer 05/1776-100 ab. Der Jänner ist mit bis zu 1800 Gesprächen der stärkste Monat.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.