15.08.2004 17:07 |

Im Laborversuch

Cannabis hungert Hirntumore aus

Die berauschenden Substanzen in Cannabis können möglicherweise im Kampf gegen Hirntumore eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Complutense-Universität in Madrid.
Das Team um Manuel Guzmán beobachtete,dass die für das "High"-Gefühl verantwortlichen Cannabinoidebei Mäusen das Wachstum von Blutgefäßen behinderten,die den Tumor "füttern". Die Substanzen blockierten ein Protein,das für das Sprießen von Blutgefäßen sorgt.So werde die Blutzufuhr zu den Krebsgeschwüren unterbrochen,hieß es.
 
Bei den Labormäusen verringerte sich durchdie Cannabinoide die Aktivität des so genannten VEGF-Proteins(Vascular Endothelial Growth Factor) deutlich. Dies beobachtetendie Forscher auch bei Gewebeproben zweier Krebspatienten, dieunter Glioblastomen litten, sehr bösartigen Hirntumoren.
 
Normalerweise werden diese bösartigen Hirntumorechirurgisch behandelt, gefolgt von einer Strahlentherapie, regelmäßigauch in Verbindung mit einer Chemotherapie. Oftmals aber wirdder Tumor nicht vollständig zerstört. Mit den Cannabis-Substanzenkönnte nach Ansicht der Forscher nun möglicherweiseein zusätzlicher Weg zur Bekämpfung dieser Krebsartbeschritten werden.
Mittwoch, 16. Juni 2021
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