25.03.2020 14:03 |

Leckte Klositz ab

Influencer nach Coronavirus-Challenge im Spital

Viele Challenges, die in sozialen Medien ausgerufen werden, sind äußerst fragwürdig. Doch die Coronavirus-Challenge, die auf der Videoplattform TikTok ihren Ausgang nahm, ist an Dummheit und Ekelhaftigkeit wohl kaum zu überbieten: Selbst ernannte Influencer leckten beispielsweise Toilettensitze oder -muscheln ab, um sich über die Maßnahmen, die gegen die Coronavirus-Epidemie gesetzt wurden, lustig zu machen. Die Strafe folgte für einen jungen US-Amerikaner auf dem Fuß. Er wird nun im Spital gegen die potentiell tödliche Krankheit behandelt.

Während die meisten Menschen für das Allgemeinwohl Beschränkungen ihrer persönlichen Freiheit und andere Unannehmlichkeiten stoisch in Kauf nehmen, gibt es leider auch ein paar Ausnahmen, die sich nicht um die Auswirkungen ihrer Handlungen scheren.

Ein Influencer handelte sich mit seiner Leichtfertigkeit nun eine Infektion mit dem Coronavirus ein. Er machte ebenfalls bei der Coronavirus-Challenge mit, dessen Teilnehmer Flächen im öffentlichen Raum - wie Türschnallen, Haltegriffe oder sogar Toilettenmuscheln - ablecken und Videos oder Bilder davon dann in sozialen Medien teilen. Der User Gayshawnmendes machte ebenfalls bei diesem gefährlichen Trend mit - er wird nun gegen die neue Lungenkrankheit im Krankenhaus behandelt.

Moderator: „Er sollte wegen versuchten Mordes angezeigt werden"
Der User wurde mittlerweile von Twitter gesperrt, der britische Moderator Piers Morgan fände allerdings noch härtere Maßnahmen für Leute angebraucht, die sowohl ihre eigene als auch die Gesundheit ihrer Mitmenschen aufs Spiel setzen: „Diese Leute sollten verhaftet und wegen versuchten Mordes angezeigt werden.“ Auch in sozialen Medien herrscht Fassungslosigkeit über das Verhalten des nun erkrankten Influencers.

„Er hat den großen Preis für Dummheit gewonnen“, meint ein Twitter-User. Ein anderer fragt die Internetgemeinde, ob er überhaupt medizinische Versorgung verdient oder man stattdessen nicht lieber anderen Patienten, die sich nicht so leichtfertig verhalten haben, helfen sollte.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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