28.02.2020 15:03 |

Volleyball-Teamchef

Der neue Mann heißt Radovan

Österreichs Volleyball-Herren haben nach zehn Jahren unter dem Deutschen Michael Warm mit dem Slowenen Radovan Gacic einen neuen Teamchef.

„Muss man hier bezahlen?“ Beinahe hätte die Ära von Österreichs neuem Volleyball-Teamchef mit einem Strafzettel begonnen. Denn während Radovan Gacic die deutsche Sprache seit der Schulzeit bestens beherrscht, ist er mit den Park-Gepflogenheiten in Wien nicht vertraut. Sportdirektor Gottfried Rath konnte den heraneilenden „Parksheriff“ gerade noch besänftigen, half in letzter Sekunde mit einem Parkschein aus. Die Zusammenarbeit der beiden funktioniert also schon perfekt.

Gacic, der mit Frau und zwei Töchtern in Laibach lebt, hat mit seinen 45 Jahren schon viel von der Volleyball-Welt gesehen. So stehen Länder wie Russland, Griechenland, Ägypten oder die Arabischen Emirate auf der Visitenkarte des Trainers. Mit den rumänischen Klubs Zalau und Constanta sammelte er Erfahrung in der Champions League. Mit Sastamala, Ex-Team von ÖVV-Libero Florian Ringseis, holte er 2019 in Finnland das Double und erreichte das Viertelfinale im CEV-Cup, der zweithöchsten europäischen Spielklasse. Aktuell ist er als Headcoach des slowenischen Champions-League-Klubs Branik Maribor erstmals auch im Damen-Bereich aktiv.

„Warum nicht?“
Unter rund 30 Bewerbern aus aller Herren Länder - außer Österreich - überzeugte Gacic das Gremium des Österreichischen Volleyball-Verbands. „Für mich selbst war nicht die Frage, warum ich Teamchef in Österreich werden will. Die Frage war: Warum nicht?“

Eine Einstellung, die er auch seinen Spielern einimpfen möchte: „Die Dichte ist unter den Nationalteams gerade in Europa sehr hoch. Es kann aber jeder jeden schlagen. Der Kopf ist entscheidend. Wir werden daher nicht nur körperlich, sondern auch mental viel arbeiten.“

Wenn das gut funktioniert, sollte auch die angepeilte Qualifikation - die Gegner sind ab August Israel und Bulgarien - für die EM 2021 funktionieren. „Das ist unser klares Ziel. Und dann wollen wir auch den nächsten Schritt machen und bei der EM etwas zeigen.“

Felix Cerny, Kronen Zeitung

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