23.02.2020 08:45 |

Skisport

„Man hat fast Angst, den Fernseher aufzudrehen“

Nach der Ski-Karriere bereitet sich Michaela Kirchgasser derzeit sehr intensiv und bis zu drei Stunden täglich auf „Dancing Stars“ vor. Den Skisport verfolgt die 34-Jährige aus Filzmoos aufgrund der vielen Verletzungen mit Sorgen. Und sie hat zumindest auch Vermutungen, warum es gerade heuer so viele schwere Zwischenfälle gibt.

Vor zwei Jahren hat Michaela Kirchgasser ihre Ski-Karriere beendet. Nun steht die 34-Jährige vor einer neuen Herausforderung: Ab 6. März hält sie Salzburgs Farben bei der 13. Staffel der „Dancing Stars“ hoch. Mit Profi-Tänzer Willi Gabalier, Bruder von Sänger Andreas Gabalier, hofft sie auf viel Zuschauer-Resonanz. Ex-Skikollegin Lizz Görgl hat die Latte mit dem Sieg 2019 hochgelegt. Die „Krone“ erwischte „Kirchi“ am Samstag beim Skifahren in Filzmoos und sprach mit ihr über:

die Tanzvorbereitungen: Ich habe mein letztes freies Wochenende, trainiere ab Dienstag wieder drei Stunden täglich in Wien, wohne dort im Hotel. Und hoffe, dass ich so lange wie möglich dabei bin. Am besten bis zum Finale im Mai.

Tanzpartner Willi Gabalier: Wir haben eine sehr gute Verbindung. Es ist viel Spaß dabei, aber auch sehr intensiv und gscheit anstrengend.

ihre Tanzkünste: Polker, Walzer, Discofox kenne ich von früher. Jetzt geht’s um die richtige Fußstellung, den Ausdruck, die Choreografie. Aber ich bin sehr lernfähig, wie beim Quickstepp, den wir gerade einstudieren.

ihr Ski-Interesse: Das ist nach wie vor groß, ich habe am Samstag, obwohl ich selbst Skifahren war, am Handy immer wieder geschaut, wie es in Crans Montana steht, mich mit Nina Ortlieb und ihren dritten Platz gefreut. Und Freitag auch die Verletzung von Lisi Reisinger vorm TV miterlebt.

die vielen Verletzungen: Wahnsinn. Man hat fast Angst, wenn man den Fernseher aufdreht, sich fragen muss: Wer tut sich heute wieder weh?

ihre Analyse: Warum gerade heuer so viel passiert, da bin ich selbst ratlos. Vielleicht liegt’s daran, dass wenig Schnee ist, alles so aggressiv ist. Mir machen aber vor allem die Mehrfach-Rupturen von Kreuzbändern Sorgen. Das hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen.

Ideen zur Verbesserung: Wenn man das Material reglementiert, bleibt trotzdem der Unsicherheitsfaktor Athlet. Der wird alles bis aufs Maximum ausreizen. Aber vielleicht sollte man im Sommer eine längere Pause machen. Viele sind zum Saisonstart schon müde. Und wenn der Körper die Pause nicht kriegt, dann holt er sie sich.

Ambitionen im Skisport: Ich habe ja keine Trainerausbildung, jetzt steht schon einmal die eigene Familie im Vordergrund. Aber wenn es sich ergibt, helfe ich gerne aus. Ich war im Vorjahr im Sommer bei zwei ÖSV-Kursen dabei, im Winter zweimal beim Training. Da gebe ich gerne ein paar Tipps.

Herbert Struber
Herbert Struber
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