15.07.2010 15:03 |

Minimale Erholung

Leichtes Aufatmen am Kärntner Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Kärnten wird sich im heurigen Jahr - wenn auch nur minimal - erholen. Das sind die Ergebnisse einer Prognose des Grazer Joanneum Research, die am Donnerstag vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) präsentiert wurden. Der Beschäftigtenstand von 2008 mit mehr als 200.000 Jobs wird jedoch, so Studienautor Wolfgang Polt, erst 2013 oder 2014 wieder erreicht werden.

Im ersten Quartal dieses Jahres verschlechterten sich die Arbeitsmarktdaten zwar neuerlich, seit April sei jedoch ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu bemerken. Wachstumstreiber am Jobsektor ist der Dienstleistungsbereich und da am stärksten der Öffentliche Dienst.

Zusätzliches Personal haben auch die Personalbereitsteller engagiert. "Diese fallen in der Statistik zwar in die Dienstleistungen, sind in Wahrheit aber ein Zeichen für eine leichte Erholung des produzierenden Sektors", sagte Polt. Der Aufschwung sei aber noch zu schwach, die Firmen würden lieber Leiharbeiter aufnehmen als Stammpersonal.

Negative Dynamik im produzierenden Bereich
Im produzierenden Bereich ist die Dynamik insgesamt negativ, und zwar mit einem Rückgang von 2,8 Prozent. Für das kommende Jahr wird nur noch ein Minus von 0,6 Prozent prognostiziert, ob es 2012 ein Plus geben wird, ist derzeit noch schwer absehbar. Eine weitere Unsicherheit sind laut Polt die hohen Budgetdefizite. Hier sei nicht geklärt, wie starke Einsparungen von der Politik vorgenommen würden und welche Auswirkungen dies auf die Investitionen der öffentlichen Hand haben werde.

Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK) will auch in diesem Jahr mit Haftungen dafür sorgen, dass die Folgen der Krise möglichst gut abgefedert werden können. Das Land hat einen Haftungsfonds mit 30 Millionen Euro eingerichtet, davon wurden laut Dobernig bisher an 22 Unternehmen Bürgschaften in der Höhe von 7,6 Millionen Euro vergeben. Derzeit seien 18 weitere Anträge in Bearbeitung.

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