Valentinstag:

Blumige Geschenke der Liebe und Treuetests

Liebe und Romantik hat heute am Valentinstag wieder Vorrang! Der „klassische“ Liebesbeweis kommt meist in Straußform daher. „Ranunkeln, Tulpen, Nelken, oft in Pastelltönen, liegen gerade im Trend“, meint Katharina Wolfsegger von blumen+ideen in Pregarten. Sie ist eine von 279 Floristen in Oberösterreich, die sich nicht nur mit reichlich Frühlingsblumen eingedeckt haben: „Rote Rosen bleiben Klassiker“, sagt ihre Mitarbeiterin, die Jungfloristin, Stefanie Mittmannsgruber. Auch Gestecke aus Rosen in Herzform und Blumen kombiniert mit Schokolade oder einer Weinflasche sind als Geschenke bei Paaren beliebt, die nicht nur Liebe, sondern auch Treue ausdrücken wollen. Die ewige Treue schwören sich übrigens heute rund 15 Paare allein in den Standesämtern Linz, Wels und Steyr.

Die Treue wird getestet
Die Deutsche Therese Kersten betreibt eine Treuetest-Agentur mit „Lockvogel-Taktik“. Tester pirschen sich an eine Testperson heran und überprüfen deren Treue – auch am Valentinstag. „Rund 50 Tester – Männer und Frauen – arbeiten in Oberösterreich für meine Agentur“, sagt Kersten. Rund 30 bis 70 Tests im Monat werden hier durchgeführt. Trefferquote? „Die gibt es nicht“, sagt Kersten, „Auftraggeber legen individuell fest, ab wann der Partner Grenzen überschreitet“. Viele Tests laufen über WhatsApp: „Das ist unkompliziert“, sagt eine Treuetesterin – siehe Interview. Sind Frauen misstrauischer als Männer? „Ja, und sie haben ein besseres Bauchgefühl, wenn es darum geht den Verdacht zu haben, dass der Partner fremdgeht“, sagt Kersten.

Wo die Liebe hinklickt
Die Liebe suchen heute viele bereits in Online-Partnerbörsen. Sehr beliebt sind auch Dating-Apps. Doch es ist immer auch Vorsicht geboten. Sobald die „Dienstleistung Partnersuche“ mit Geld verbunden ist, sollte man die Geschäftsbedingungen genau lesen. Michael Kronlachner, Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ. warnt: „Bei Online-Anbietern wie Parship oder Elitepartner ist meist eine automatische Vertragsverlängerung vorgesehen.“ Die muss man im Auge behalten, wenn nötig, die Kündigung aktiv betreiben. Und „klassische Partnervermittlungsinstitute“? „Die sind teuer. Ein Vertragsabschluss ist meist nicht zu empfehlen“, betont Kronlachner.

„Bei einem Kuss ist dann Schluss!“
Eine Treuetesterin aus Linz gibt der „Krone“ ein Interview, aber kein Foto. Denn sie muss unerkannt bleiben, sonst könnte sie der Tätigkeit nicht mehr nachgehen.

„Krone“: Wie lange testen Sie schon die Treue von Menschen?
Treuetesterin: Ich bin seit knapp drei Jahren nebenberuflich Treuetesterin.

„Krone“: Wie bahnen Sie die Bekanntschaft an? Wie stellen Sie den Kontakt her?
Treuetesterin: Wie ein Kontakt zu Stande kommt, ist zum einen von der Testvariante abhängig, sprich WhatsApp, Telefon, Mail, Chat oder Treffen und auch davon, ob wir den Kontakt direkt oder indirekt herstellen sollen. Ich habe außerdem keine Standard-Masche, sondern behandle jeden Test individuell.

„Krone“: Wie weit gehen Sie?
Treuetesterin: Die Agentur hat das Motto: Bei einem Kuss ist Schluss. Ehrlich gesagt, bin ich bei einem Test noch nie so weit gegangen. Vielen Auftraggebern reichen auch andere Indizien, die für gewisse Absichten sprechen.

„Krone“: Wann ist die Untreue wirklich erwiesen?
Treuetesterin: Ich als Testerin führe den Test selbstständig durch, indem ich versuche, die offenen Fragen der Auftraggeber zu klären. Ich gebe also lediglich die Testergebnisse weiter. Ich beurteile nicht, inwieweit Untreue vorliegt.

„Krone“: Welche Tests kommen am häufigsten vor?
Treuetesterin: Per SMS, WhatsApp oder Chat. Das ist schnell und unkompliziert. Es spielt sich heute ja vieles vorwiegend am Handy ab.

„Krone“: Angst vor Stalking?
Treuetesterin: Nein, da ich niemals meinen richtigen Namen oder meine private Handynummer für Tests nutze.

Elisabeth Rathenböck, Kronenzeitung

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