Brandgefährliche Lage

Türkei „neutralisiert“ mehr als 100 Assad-Soldaten

Ausland
10.02.2020 18:44

Im Bürgerkriegsland Syrien eskaliert der Konflikt zwischen der Armee von Machthaber Bashar al-Assad und den Truppen des Nachbarlands Türkei: Als Reaktion auf den Tod von fünf türkischen Soldaten bei einem syrischen Angriff in der umkämpften Region Idlib hat die Türkei nach eigenen Angaben mehr als hundert syrische Soldaten „neutralisiert“, hieß es am Montag.

Drei Panzer und zwei Kanonen seien zerstört worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Abend mit. Auch ein syrischer Regierungshubschrauber sei bei dem Vergeltungsangriff in der nordwestsyrischen Region Idlib getroffen worden.

„Fünf heldenhafte Waffenbrüder sind zu Märtyrern geworden“
Davor waren fünf türkische Soldaten getötet worden. „Fünf unserer heldenhaften Waffenbrüder sind infolge eines intensiven Artilleriebeschusses vonseiten des (syrischen) Regimes am 10. Februar 2020 zu Märtyrern geworden, fünf unserer Waffenbrüder wurden verletzt“, hieß es zu Mittag in einer Stellungnahme aus dem türkischen Verteidigungsministerium.

Jänner 2011: Damals war das Verhältnis des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (li.) mit seinem syrischen Nachbarn Assad noch intakt. (Bild: AFP PHOTO/HO/SANA)
Jänner 2011: Damals war das Verhältnis des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (li.) mit seinem syrischen Nachbarn Assad noch intakt.

Syrien - Türkei - Russland: Nerven liegen blank
Die Türkei unterstützt im syrischen Bürgerkrieg mehrere Rebellengruppen. Mit Russland als Schutzmacht der syrischen Regierung hatte sich die türkische Regierung auf eine Deeskalationszone für Idlib geeinigt und dort zwölf Beobachtungsposten errichtet. Dennoch ist das syrische Militär in Idlib auf dem Vormarsch und hat große Geländegewinne verkündet.

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