11.07.2010 13:39 |

Stolz auf Pfarrer

Blumen für neuen Bischof nach Messe in Wulkaprodersdorf

Als alter Ortspfarrer und neuer Bischof hat Ägidius Zsifkovics (47) die Sonntagsmesse in Wulkaprodersdorf gehalten. "Ich werde euch nicht vergessen und hoffe, dass auch ihr mich nicht vergessen werdet", sagte er dabei zum Abschluss zu seiner Gemeinde. Nach der Messe bedachte man ihn mit zahlreichen Blumen und gratulierenden Worte. Und es wurde klar: Wenn auch die Meinungen über seine Person unterschiedlich ausfallen, stolz sind alle, dass der Bischof aus Wulkaprodersdorf kommt.

"Es ist eine Ehre", meinte etwa Gerti Braun, er sei wie geschaffen für das Amt. Zsifkovics sei der geborene Manager, Organisator und Rhetoriker, der "richtige Mann am richtigen Ort". Kritik übte Braun jedoch an der "Menschlichkeit" des Bischofs. Hier gebe es für ihn noch Nachholbedarf, er solle ihrer Empfindung nach mehr auf die Menschen zugehen.

"Er war immer da, wenn man ihn gebraucht hat"
Andere sehen das anders: "Er ist zwar nicht der Gesellschaftstyp, der zum Heurigen geht, aber er war immer da, wenn man ihn gebraucht hat", meinte Stefan Ivanschitz. Seine Kritiker sollten Zsifkovics "als Mensch und als Gesamtpaket und nicht nur seine Meinung" sehen. Der Bischof sei sehr wohl konservativ, was aber gerade in einer schnelllebigen Zeit wie heute als Richtlinie diene.

Sehr verbunden mit dem Bischof zeigte sich eine andere Wulkaprodersdorferin, Martina Windisch: "Er hat uns getraut, getauft und mein Sohn hatte bei ihm seine Kommunion. Er war sehr offen für die Kinder und die Jugend." Zsifkovics hätte zwar seine Richtlinien gehabt, sei aber dennoch ein sehr entgegenkommender Pfarrer gewesen.

Zsifkovics will Gemeinsames vor Trennendes stellen
Am Freitag war Zsifkovics' Ernennung zum neuen Diözesanbischof bekannt gegeben worden. Er folgt Paul Iby nach. Seine Bestellung rief auch kritische Stimmen auf den Plan, denen er als Rom-treu und zu konservativ gilt. Der Burgenland-Kroate, bisher Generalsekretär der Bischofskonferenz, war denn auch gleich einmal bemüht, um "Zusammenarbeit in bewährter pannonischer Art, wo das Gemeinsame vor das Trennende gestellt wird", zu werben.

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