04.02.2020 20:29 |

Ehemann in Haft

Mutter ermordet: Nun große Sorge um kleine Tochter

Bestürzung herrscht in Trieben, wo ein afghanischer Asylwerber (29) am Dienstag seine Ehefrau (25) niederstach, weil sie ihn anzeigen wollte, nachdem er sie geschlagen hatte. Damit konfrontiert, dürfte der Mann derart in Rage geraten sein, dass er ein Küchenmesser zückte und damit seine Gattin tötete. Für die Mutter einer kleinen Tochter gab es keine Rettung mehr. Um das Kind herrscht nun große Sorge. „Ich weiß nicht, was aus dem lieben und so schüchternen Mädchen werden soll, wohin es nun kommen wird“, sagte eine Betreuerin der Familie zur „Steirerkrone“.

Seit zweieinhalb Jahren lebte die kleine Familie aus Afghanistan in Trieben in der Steiermark, hatte dort in einem Wohnheim ein neues Zuhause gefunden. Im Ort sprechen die Leute von bestens integrierten Menschen, über die nur Gutes zu hören war. Auch die vier Jahre alte Tochter hatte sich im Kindergarten eingelebt. Dort befand sich das Mädchen auch, als in der elterlichen Wohnung am Dienstag gegen 10 Uhr Fürchterliches geschah.

Offenbar trügte der Schein der Ehe, sie dürfte bei Weitem nicht so idyllisch gewesen sein wie angenommen. Laut ersten Informationen soll der 29-Jährige seiner 25-jährigen Frau ein blaues Auge verpasst haben. Das wollte sie zur Anzeige bringen und besprach das Vorhaben mit einer Betreuerin, die immer wieder nach der Familie sah.

Beamte der Cobra waren in der Nähe
Gemeinsam konfrontierten sie den 29-Jährigen mit den Vorwürfen. Dabei dürfte er die Nerven weggeschmissen haben: Er zückte ein Messer und stach auf seine Frau ein. Die Betreuerin ergriff barfuß die Flucht und schlug Alarm. Kurz darauf wurde der Verdächtige von Beamten des Einsatzkommandos Cobra, die zufällig nicht weit entfernt waren, festgenommen. Für die Frau kam allerdings jede Hilfe zu spät. Sie verstarb trotz Wiederbelebungsmaßnahmen durch einen Notarzt noch am Tatort.

Große Sorge um die kleine Tochter
Tiefe Bestürzung herrscht nun bei den Bekannten und Freunden der Familie in Trieben. „Ich habe sie nicht nur betreut, sondern auch als Freunde gewonnen“, erzählt eine Frau, die sich um das Trio kümmerte. „Wir haben wirklich sehr viel miteinander unternommen, sind gemeinsam ins Schwimmbad gegangen. Ich mache mir jetzt große Sorgen um ihre kleine Tochter.“ Die Betreuerin weiß nicht, was aus dem Mädchen nun werden soll.

In der Steiermark war es am Dienstag auch zu einer weiteren Bluttat gekommen, als ein psychisch Kranker in Graz auf offener Straße auf eine zweifache Mutter einstach.

Monika Krisper, Kronen Zeitung

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