Kritik

Statt Studium reicht für hohe Funktion nur Matura

Kritik an einer Ausschreibung für die Sozialabteilung: Statt Betriebswirtschaftsstudium reicht für eine höherrangige Funktion nur die Matura....

In der Sozialabteilung des Landes braucht man einen Nachfolger/eine Nachfolgerin von ÖVP-Nationalrat Michael Hammer für die Leitung der Gruppe „Strategische Planung und Budget“. Die Ausschreibungsfrist für den Job ist zu Ende. Dem Vernehmen nach hat es letztlich nur zwei aufrechte Bewerbungen gegeben, darunter offenbar die schon länger als Favoritin dafür gehandelte Landesbedienstete Tanja Seemayer, BSc (Bachelor of Science), aus der Finanzabteilung, die davor bei Ex-ÖVP-Politiker Michael Strugl gearbeitet hat.

Scharfe Kritik
Noch während der Bewerbungsphase hat es für einige Irritationen gesorgt, dass zuerst in Hammers Bereich (zu seiner Entlastung) ein Referatsleiter mit betriebswirtschaftlichem Studium gesucht wurde. Aber dann, nach Hammers Ausstiegsankündigung, ein (höherrangiger) Gruppenleiter, aber mit bloßem Maturaerfordernis. Dieses „Downgrading“ veranlasst Grün-Politikerin Ulrike Böker zu scharfer Kritik: „Es ist schon eine recht schräge Optik und auf keinen Fall nachzuvollziehen, wenn Auswahlverfahren auf diese Art und Weise abgeändert werden. Es muss uns immer darum gehen, die beste Person für die ausgeschriebene Position zu finden“, sagt sie. Und fordert daher „transparentere und gerechtere Objektivierungen im Landesdienst“.

Gelegenheit dazu wird es in der Sozialabteilung bald wieder geben, weil Gerhard Raferzeder, Leiter der Gruppe Asyl (Grundversorgung und Integration) ins Gebäudemanagement des Landes wechseln wird – aus eigenem Antrieb, wie er sagt, weil er nach mehr als elf Jahren was anderes machen möchte.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Freitag, 25. September 2020
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