14.01.2020 05:49 |

Pensionierungswelle

Kärnten droht enorme Pflegekrise

Alt werden ohne würdige Betreuung: Kärnten droht bis 2030 ein großer Notstand bei der Pflege – für die Betreuung fehlen Tausende Fachkräfte. Hintergründe sind eine anstehende Pensionierungswelle beim Pflegepersonal, die Überalterung und zu wenig Nachwuchs. Die Arbeiterkammer (AK) warnt und will gegensteuern.

Wer heute 60 oder jünger ist, kann sich nicht mehr darauf verlassen, beim Altwerden die notwendige Unterstützung zu erfahren. Wie jetzt eine Studie der AK aufzeigt, stehen 2500 Pfleger vor der Pension (bis 2030; siehe Grafik) und nur wenige rücken nach – gleichzeitig wird sich die Zahl der Pflegegeldbezieher verdoppeln, sprich: Mehr Pflegebedürftige, weniger Pfleger, kaum Nachwuchs – diese Rechnung geht à la longue nicht auf. Wir steuern also einer handfesten Krise entgegen.

Die Arbeiterkammer schlägt daher Alarm und will mit Ausbildungsangeboten gegensteuern. Präsident Günther Goach: „Wir brauchen mehr Personal – langfristig in allen Bereichen.“ Das Problem scheint hausgemacht: Pflegeberufe sind gesellschaftlich kaum wertgeschätzt, werden schlecht bezahlt, die Arbeit hat es in sich. Die Privatisierung habe zu Fehlentwicklungen geführt, heißt es. Mit Lösungen sei auch von der neuen Bundesregierung nicht zu rechnen, meint Goach. Die AK setzt daher einen Pflegeschwerpunkt und investiert jährlich 660.000 Euro in Aus- und Weiterbildung sowie Beratung – wie auf der Messe für Pflegepersonal (18. Jänner in der AK/ÖGB Klagenfurt).

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