13.01.2020 14:47 |

Drama auf Flugreise

Hund saß eine Stunde bei 40 Grad in Kiste - tot

Die australische Fluggesellschaft Qantas sieht sich derzeit mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Eine Hundebesitzerin beschuldigt die Airline, für den Tod ihres Boxers verantwortlich zu sein. So habe das Tier etwa eine Stunde lang bei Temperaturen um die 40 Grad in einer Kiste ausharren müssen, ehe es ins Flugzeug gebracht wurde. Mit einer Petition versucht die Australierin Kay Newman jetzt, eine Änderung der Richtlinien für Tiertransporte zu erwirken.

Am 19. Dezember wollte Newman wie auch schon mehrmals in der Vergangenheit mit ihrem Boxerrüden „Duke“ von Sydney nach Brisbane fliegen. Da es an diesem Tag allerdings besonders heiß war, war Newman über den Transport besorgt: „Alle Tiere werden als Letztes ins Flugzeug geladen“, weiß die Australierin über die Bestimmungen der Airline Bescheid.

Auf Nachfrage durfte sie daher länger bei „Duke“ in einem klimatisierten Raum bleiben, ehe er in einer Box zum Flugzeug gebracht wurde. „Ich tat alles, um ihn bis zu seinem Boarding kühl zu halten“, berichtet Newman in einem Facebook-Posting.

Besorgte Besitzerin vertröstet
Die Hundebesitzerin beobachte durch ein Fenster, wie „Duke“ in seiner Kiste dann zum Flugzeug gebracht wurde. Anstatt das Tier sofort in die kühle Maschine zu bringen, wurde die Kiste aber in der prallen Sonne abgestellt - minutenlang. „Ich schlug sofort bei den Mitarbeitern Alarm, doch mir wurde versichert, dass ,Duke‘ gleich ins Flugzeug kommt.“

Mittlerweile war es zu einer Verspätung des Fluges gekommen. Im Flugzeug erkundigte sich Newman daher erneut beim Personal nach ihrem Hund. „Mir wurde gesagt, ihm geht es gut. Doch es ging ihm nicht gut“, so die Australierin. Und sie sollte recht behalten: In Brisbane angekommen, wurde ihr mitgeteilt, dass „Duke“ den Flug nicht überlebt hatte. Er habe mindestens eine Stunde in der enormen Hitze in der Kiste ausharren müssen.

„Wusste sofort, warum er gestorben war“
„Als ich zu ihm gebracht wurde, war ‚Duke‘ immer noch in der Kiste. Ich legte meine Arme um ihn und wusste sofort, warum er gestorben war. Sein Körper strahlte eine enorme Hitze aus und der Boden der Kiste war immer noch extrem heiß,“ schildert Newman - und ist sich sicher: „Sein Tod war zu 100 Prozent vermeidbar. Das Personal von Qantas behandelte ‚Duke‘ wie Gepäck und deshalb musste er einen unvorstellbaren Tod erleiden.“

Seither versucht Newman, Antworten von Qantas zu bekommen, sei bislang aber immer wieder vertröstet worden. Am Montag entschuldigte sich die Fluggesellschaft und drückte ihr Bedauern über den Vorfall aus.

„Wenn das Standard ist, brauchen wir Veränderung“
Fakt ist, dass es zu den Richtlinien der Airline zählt, Tiere als Letztes ins Flugzeug zu laden. Genau dagegen will Newman jetzt ankämpfen. Sie rief eine Petition ins Leben. „Qantas hat ‚Dukes‘ Tod untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass nach den geltenden Richtlinien gehandelt wurde. Wenn das Standard ist, brauchen wir Veränderung.“ 

Knapp 8000 Menschen unterschrieben bislang die Petition. „Mein Herz ist gebrochen und ich fühle mich verloren ohne ‚Duke‘. Ich hoffe einfach nur, dass wir so eine Tragödie in Zukunft vermeiden können“, so die traurige Hundebesitzerin.

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Charlotte Sequard-Base
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