Razzia an der Grenze

Böller-Kauf in Tschechien kann teuer werden

Seit Jahren wird vor gefährlichen Feuerwerkskörpern aus Tschechien gewarnt. Was viele Oberösterreicher aber nicht abhält, sich für Silvester über der Grenze einzudecken. Bei Razzien an der Grenze in Weigetschlag, Guglwald und Leopoldschlag am Samstag wurden bei 31 Pkw-Lenkern verbotene Raketen gefunden.

Warnungen von Polizei, Rotem Kreuz und Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) verhallen ungehört, wenn es ums Silvesterfeuerwerk geht. Die Spezialeinheit PUMA führte am Wochenende Razzien an drei OÖ Grenzübergängen zu Tschechien durch. Pech für die Feuerwerkfans: Beamte der BH Urfahr-Umgebung sprachen vor Ort sofort Strafen aus, wenn jemand mit verbotenen, schlecht oder falsch deklarierten Feuerwerkskörpern erwischt wurde. Polizeisprecher Michael Babl: „Die 3600 Euro Höchststrafe gelten pro Artikel. Also wenn jemand mit zehn Packungen von verbotenen Raketen erwischt würde, sind wir bei 36.000 Euro.“ Soweit kam es nicht: Durchschnittlich 3000 Euro waren die Höchststrafen.

Klaren Kopf behalten
In den letzten 19 Jahren sind in Österreich insgesamt sieben Personen durch Feuerwerkskörper tödlich verunglückt. In Eberschwang kostete eine Kugelbombe zum Jahreswechsel 2018/19 einem 17-Jährigen das Leben. Das KfV rät, bei Feuerwerksartikel die Gebrauchsanweisung zu befolgen und Raketen nicht unter Alkoholeinfluss abzufeuern. Zu den größten Fehlern im Umgang mit pyrotechnischen Produkten zählt: „Noch einmal probieren.“ Armin Kaltenegger vom KfV: „Blindgänger niemals ein zweites Mal anzünden, weiter verwenden oder gar nachsehen, was los ist.“

Hörschäden
Das Rote Kreuz warnt vor Verletzungen in der Silvesternacht, vor allem Verbrennungen und Hörschäden. Jedes Jahr erleiden rund 1000 Menschen durch Böller einen Hörschaden.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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