21.12.2019 18:56 |

Tests auf Salzsee

Briten tüfteln am schnellsten Fahrzeug der Welt

Mit annähernd Schallgeschwindigkeit über einen ausgetrockneten See in der Kalahari-Wüste: In Südafrika testet das britische Unternehmen Bloodhound einen Rennwagen der besonderen Art: Mit einem Boliden auf Stahlrädern, der von einem Kampfjet-Treibwerk angetrieben wird, will man 2020 den Geschwindigkeitsweltrekord für ein Fahrzeug am Boden angreifen.

„Jetzt peilen wir 980 Stundenkilometer an und schauen, wie das klappt. Dann sehen wir, ob wir über tausend kommen. Das ist ungefähr die maximale Geschwindigkeit, die man auf 16 Kilometern Piste wie hier erreichen kann“, sagt Andy Green, der das ″Bloodhound LSR″ getaufte Fahrzeug, das ein wenig an ein Spaceshuttle erinnert, steuert.

„Dieses Auto - und es ist ein Auto - hat ein Lenkrad, ein Gas- und ein Bremspedal. Hier in Südafrika erreichen wir bis zu 54.000 PS, das entspricht einem Schub von neun Tonnen“, erläutert Chefingenieur Mark Chapman.

Fahrzeug wird von Ex-Kampfpilot gesteuert
Um einen solchen Boliden zu steuern, braucht es einen besonders qualifizierten Fahrer. Ex-Kampfpilot Andy Green hält den bisherigen Geschwindigkeitsrekord für ein Land-Fahrzeug mit mehr als 1200 Stundenkilometern. Den Unterschied zu einem Kampfjet erklärt er so: „Es fühlt sich ganz anders an und es ist eine ganz andere Umgebung. Ein anderes Fortbewegungsmittel. Aber die Fähigkeiten, die man braucht, um solche Geschwindigkeiten zu kontrollieren oder abzuschätzen, ob es noch sicher ist, weiterzufahren, die sind dieselben, wie wenn man einen Kampfjet am Limit fliegt.“

Der nächste Testlauf in Südafrika ist für 2021 geplant, dann will das Bloodhound-Team auch die Schallmauer durchbrechen - und später einmal den Geschwindigkeitsrekord eines Landfahrzeugs pulverisieren.

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