Mitterweißenbach

Proteste gegen geplante Bahnhofsschließung

Was für ein Rückschritt im öffentlichen Verkehr! In Zeiten, in denen Klimafreundlichkeit und Umweltbewusstsein groß geschrieben werden, wird die Haltestelle am Bahnhof Mitterweißenbach nun aufgelassen. Vergangenes Wochenende protestierten nahezu 200 Einheimische gegen die Maßnahmen der ÖBB.

Aus für Bahnhaltestellen
Ein zu geringes Fahrgastaufkommen ist laut den ÖBB Grund für die Schließung des Bahnhofs Mitterweißenbach am kommenden Sonntag. Die Haltestellen Lahnstein und Langwies sollen mit Dezember 2021 folgen, ein besseres Fahrplanangebot im Salzkammergut soll durch diese Maßnahmen entstehen.

Bürgermeister gegen Maßnahmen
Für die betroffenen Bürger ist dies jedoch nicht der Fall. Die SP-Bürgermeister von Bad Ischl, Hannes Heide, und Ebensee, Markus Siller unterstützen die aufgebrachten Einwohner. „Dies ist ein Schritt zurück für diese Gegend. Es ist unverständlich, wieso man den Verkehr von der Schiene auf die Straße verlagert“, zeigt sich Bad Ischls Ortschef Heide empört.

Alternative Öffis können kaum genutzt werden
Denn die von den ÖBB als „attraktiv“ angepriesenen Buslinien, welche statt der Bahn für einen Transport aus der Gemeinde sorgen sollen, sind alles andere als geeignet. So fährt eine der Buslinien nur an Schultagen, und auf der zweiten Linie werden die notwendigen Haltestellen erst mit Dezember 2020 in den Fahrplan eingetaktet. Heide befürchtet, dass dadurch eher auf das Auto umgestiegen wird und die bereits stark frequentierte Salzkammergutstraße noch zusätzlich belastet werden würde.

Züge bleiben im Bahnhofsbereich stehen
Unverständlich für die Betroffenen: Im Bereich Mitterweißenbach bleiben die Züge sogar stehen, jedoch darf niemand ein- oder aussteigen. Bürgermeister Heide hofft weiterhin, dass die Zuständigen „zur Vernunft kommen“ und die Schließung nicht vollziehen.

Lena Pirker, Kronenzeitung

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Montag, 21. September 2020
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