08.12.2019 06:08 |

Übertriebenes sporteln

Zu intensives Training führt schnell ins Burn-out

Ausreichend Bewegung ist wichtig für körperliche sowie seelische Gesundheit und das beste Ventil, um Stress abzubauen. Doch übertreiben Sie es nicht! Viele Freizeitsportler setzen sich nämlich durch zu hohe Intensität noch mehr unter Druck.

Nach der Arbeit ins Fitnesscenter, am nächsten Tagvor dem Büro eine schnelle Laufeinheit absolvieren undfür das Wochenende steht statt Ausschlafen ein 10-km-Lauf auf dem Programm.Schließlich will man fit sein für den nächsten Frühjahrsmarathon. Wer sich neben beruflicher und privater Belastung auch noch beim Sport zu viel aufbürdet, rutscht leicht in ein Übertraining.

Leistungsabfall ist ein erstes Warnzeichen. Doch statt sich die nötige Pause zu gönnen, reagieren viele darauf mit noch mehr Training. Laut Untersuchungen investieren Hobbysportler im Durchschnitt viel weniger Zeit in die Regeneration als Leistungssportler. Doch immer „am Gas“ geht nur eine Zeit lang gut, irgendwann kommt der Körper nicht mehr mit. Symptome für ein sogenanntes Übertrainingssyndrom können Ermüdung, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit sein. Experten vergleichen dies oft auch mit einem Burn-out.

 Wer von der Arbeit zum Sporttermin hetzt, keine Zeit zum Aufwärmen hat, vorwiegend Leistung und Gewinnen in den Vordergrund stellt, sollte einen Gang zurückschalten. Training braucht einen professionellen Plan. Das bedeutet, regelmäßige Einheiten mit angemessenen Ruhepausen. Eine solide Grundlagenausdauer und ein hoher Anteil von Einheiten im niedrigen Pulsbereich sind für stressabbauendes Training entscheidend. Auch die Ernährung ist ein wichtiger Faktor. Zur besseren Regeneration bzw. Steigerung der Energie benötigt der Organismus ausreichend Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren.

Generell wird Sportlern wie Nichtsportlern empfohlen, sich Entspannungsmethoden anzueignen, die man in die Tagesroutine einbaut. Egal, ob Atemübungen, Visualisierungstechniken oder Ähnliches. Der Zeitaufwand für solche Übungen ist klein, der Effekt hingegen groß. Bereits mit fünf Minuten täglich kann man viel zu Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Doch nur Regeneration - das heißt keine oder zu wenig Bewegung - ist ebenfalls nicht sinnvoll. Das richtige Verhältnis zwischen An- und Entspannung entscheidet.

Regina Modl, Kronen Zeitung

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