„Krone“-Hilfsaktion

Unglück riss Lücke in Mühlviertler Familie

Bei einem dramatischen Arbeitsunfall am eigenen Hof hat eine Mühlviertler Familie ihren Ehemann und Vater verloren. Der 41-Jährige war von einer tonnenschweren Seilwinde erdrückt worden.

Es war am 26. November 2018, als der zweifache Familienvater Erwin gegen 7.30 Uhr früh allein die Garage seines Hofs aufsuchte, um am Traktor eine Seilwinde zu befestigen. Der 41-jährige Bauer hatte einem Forstbesitzer aus der Nachbargemeinde zugesagt, dass er ihm bei Arbeiten in dessen Wald hilft.

Von Seilwinde erdrückt
„Er hat sicherlich schon Tausende Male die Hydraulik angehängt, doch an dem Tag hat ihm das Schicksal einen fürchterlichen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Ehefrau Daniela. Als die 40-Jährige aus dem Stall kam und nach dem Gatten schauen wollte, wunderte sie sich, dass Erwin keine Antwort gab. Als sie ihn dann endlich sah, war sie zunächst verblüfft, dass er plötzlich ganz schmal aussah. „Erst dann hab ich realisiert, dass er zwischen der Seilwinde und dem Traktor eingeklemmt ist“, so Daniela, die sofort die Feuerwehr alarmierte. Die Einsatzkräfte konnten den Verunglückten befreien, ihm aber nicht mehr helfen. Der Bauer war vom Gewicht der tonnenschweren Seilwinde erdrückt worden.

Zwei Kinder wurden Halbwaisen
Die Lücke, die Erwins Tod in seine Familie riss, klafft noch immer groß. Neben seiner Ehefrau hat der 41-Jährige auch Tochter Nadine (20) und Sohn Mathias (13) zurückgelassen. „Es ist schwer, mit einem solchen Verlust zu leben, doch für die Kinder funktioniert man halt“, erklärt Daniela, die den Hof mit etwa 50 Stück Vieh nun allein zu managen versucht.

Kein einfaches Unterfangen für die gelernte Verkäuferin - beispielsweise mit den schweren Arbeitsmaschinen umzugehen. „Der Freund unserer Tochter sowie Nachbarn und Bekannte sind mir Gott sei Dank dabei aber eine große Stütze“, sagt sie. Der Tag besteht für die Witwe vor allem aus Arbeit, doch darüber klagt sie nicht: „Das lenkt auch vom Kummer ab.“

Finanzielle Sorgen
Zu den seelischen Schmerzen kommen aber auch finanzielle Sorgen. Denn das junge Landwirte-Ehepaar hatte damit begonnen, den Hof umzubauen. Nach dem Unglück konnten die Baustellen nicht abgeschlossen werden. Die angefangenen Baggerarbeiten für eine Drainagierung müssten fortgesetzt und der Boden gepflastert werden. Außerdem fehlen bei der Garage noch der Estrich und der Außenverputz - und ganz besonders bitter: Das Kinderzimmer für Sohn Mathias konnte bisher nicht in Angriff genommen werden. Daniela: „Das möchte ich ihm aber unbedingt ermöglichen.“

Wenn Sie, liebe Leser, hier helfen möchten, spenden Sie bitte unter dem „Kennwort Daniela“ an unser „Krone“-Sonderkonto bei der Hypo Oberösterreich:

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Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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