Die letzten Stunden

Rapid-Präsidentenwahl: Die Krönung des Wahnsinns

Am 25. November wird bei Rapid nach langem Hin und Her endlich ein neuer Präsident gewählt. Nach TV-Duellen, gegenseitigen Vorwürfen und Stellungnahmen von Rapid-Legenden wird der ganze Wahnsinn am Montag gekrönt. Eine Kolumne von Rainer Bortenschlager.

„Ich denke schon, dass uns ein Sieg helfen würde“, glaubt Martin Bruckner. Logisch, seine Liste propagiert Kontinuität. Während das Team um Roland Schmid für Veränderung steht. Dennoch sagt der Herausforderer: „Ich wünsche mir natürlich einen Sieg. Es wäre absurd, wenn ein Spiel entscheidend wäre“

Noch ein letztes TV-Duell
Doch die Sturm-Partie, die Stimmungs- und Gefühlslage wird die morgige Präsidenten-Wahl beeinflussen. Bis dahin wird „mobilisiert“. So steigt heute das dritte TV-Duell in „Sport am Sonntag“ auf ORF 1. Was vorab aufgezeichnet werden muss, ausgestrahlt wird, während in Hütteldorf die zweite Hälfte läuft. Kurios.

(In)direkte Wahlwerbung
So wie, dass Schmids Team vor dem Anpfiff auf Einladung der Initiative “Pro West„ auf dem Parkplatz gegenüber des Allianz-Stadions, wo sich die Ultras “aufwärmen„, noch einmal Rede und Antwort steht. Fragwürdig ist auch das “gestern-heute-morgen„-Video, das der Klub am Freitag auf der Rapid-Homepage veröffentlichte. Das lässt sich als (in)direkte Wahlwerbung für Bruckner interpretieren.

Angespannte Stimmung
Wie angespannt die Nerven vor der Wahl sind, beweist das morgige Prozedere. Jede Verschwörungs-Theorie versucht Rapid zu entkräften. Die Tagesordnung wurde geändert, die Präsentationen von Schmid und Bruckner werden vorgereiht. Jeder erhält elf Minuten Redezeit. Wer als Erster sprechen muss, wird auf der Bühne gelost. Der zukünftige Ex-Präsident Michael Krammer, Barisic, Peschek und Co. bilanzieren erst nach der Stimmenabgabe.

"Wahlbeobachter von beiden Listen
Die erfolgt geheim. Extra Wahlkabinen werden aufgestellt, die Mitglieder erhalten ihre Stimmzettel in Kuverts. Bei der Auszählung werden von beiden Listen „Beobachter“ dabei sein. Mit 3000 Mitgliedern wird gerechnet. Alles ist durchgeplant. Nur für ein Szenario gibt es keine Lösung: Was passiert, wenn Schmid und Bruckner exakt gleich viele Stimmen bekommen? Es würde zum kollektiven Wahnsinn der letzten Tage passen.

Rainer Bortenschlager/Kronen Zeitung

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