16.11.2019 13:32 |

Geldwäsche-Verdacht

Russischer Ex-Beamter beantragte politisches Asyl

Jener flüchtige Ex-Beamte des russischen Kulturministeriums, der in der Vorwoche in Wien festgenommen worden war, hat in Österreich politisches Asyl beantragt. Boris Mazo wird - wie berichtet - Veruntreuung sowie Geldwäsche von mehr als zehn Millionen Euro an Steuergeldern vorgeworfen. 

Dass Mazo politisches Asyl beantragt hat, meldete die spanische Presseagentur EFE unter Berufung auf seinen Anwalt. Von österreichischen Stellen wurde der Fall am Samstag aus Datenschutzgründen nicht kommentiert. Die Anklagepunkte gegen seinen Mandanten seien „politisch motiviert“, erklärte der Anwalt Wjatschetslaw Musijaka laut EFE. Dieser habe gegenüber der Agentur Interfax den Antrag bestätigt.

Mazo war am 8. November in Wien aufgrund eines spanischen Haftbefehls festgenommen und in Folge gegen eine Kaution von 25.000 Euro wieder auf freien Fuß gesetzt worden - mit der Auflage, das Land nicht zu verlassen.

Veruntreuung von mehr als sechs Millionen Euro
Seine Ex-Frau, sein Sohn und ein spanischer Staatsbürger waren in der spanischen Region Costa del Sol ebenfalls festgenommen worden. Die Vorwürfe betreffen Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Kauf eines Luxus-Chalets in der Stadt Malaga. Mazo soll laut einem Bericht des russischen Internetportals „Crime Russia“ außerdem wegen Veruntreuung von mindestens 450 Millionen Rubel (rund 6,4 Millionen Euro) für den Wiederaufbau der Eremitage in St. Petersburg angeklagt worden sein.

Das Gericht verurteilte den Ex-Beamten demnach zu eineinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 250.000 Rubel. Mazo schaffte es aber, nach Spanien zu fliehen, bevor er in Gewahrsam genommen wurde.

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