15.11.2019 08:21 |

Versuch in Deutschland

Weniger Altpapier: Amazon testet Sammellieferungen

Wer viel beim Online-Händler Amazon bestellt, kennt die Problematik: Die Ware kommt oft, über mehrere Tage verteilt, in etlichen kleinen Packerl statt in einem großen. Das ist nicht nur mühsam, sondern auch schlecht für die Umwelt. Deshalb experimentiert Amazon nach ähnlichen Versuchen in den USA nun auch in Deutschland damit, Kunden die Ware in wenigen Sammel- statt vielen Einzellieferungen zuzustellen.

Nach dem „Amazon Day“ für US-Kunden experimentiert der Online-Händler laut „Wirtschaftswoche“ nun auch in Deutschland damit, Bestellungen am einem vorher eingestellten Tag gesammelt zuzustellen. Die Sammelzustellung will man Mitgliedern des kostenpflichtigen Prime-Programms anbieten.

Bei ihnen teste man derzeit „unterschiedliche Programme, die es Prime-Mitgliedern ermöglichen, die Zustellungszeit zu steuern“, heißt es in einem Amazon-Statement. Ob aus den Tests eine generelle Möglichkeit für den Sammelversand hervorgeht, muss sich freilich erst zeigen.

Den „Amazon Day“ gibt es in den USA bereits
In den USA hat Amazon eine ähnliche Option für Sammellieferungen bereits vor einigen Monaten an den Start gebracht. Dort werden alle Amazon-Lieferungen vor dem vereinbarten Liefertag gesammelt und am gewünschten Tag gemeinsam geliefert. Das spart Altpapier, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde bei der Lieferung auch zuhause ist, und bedeutet weniger Stress für Lieferanten wie Kunden.

Auch Zalando will Paketflut eindämmen
Beim Amazon-Rivalen Zalando habe man ähnliche Ambitionen, heißt es im Bericht. Dort versuche man derzeit, Modemarken dazu zu bewegen, Zalandos Versanddienstleistungen zu nutzen, statt die bestellte Ware selbst zum Kunden zu schicken. Denn: Drei Viertel der Bestellungen bei Zalando setzen sich aus Ware verschiedener Marken zusammen. Verschicke man die Ware gesammelt, erhöhe das „nicht nur den Komfort für unsere Kunden, sondern wirkt sich auch positiv auf den CO2-Fußabdruck aus.“

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