08.11.2019 11:56 |

Zwei Verletzte

35 Bergleute nach Grubenunglück befreit

Nach einer Verpuffung in der Bergbaugrube Teutschenthal im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt waren rund 35 Arbeiter für Stunden in rund 700 Metern Tiefe eingeschlossen. Zwei von ihnen wurden bei dem Unglück am Freitag verletzt, ansonsten konnten alle Eingeschlossenen wohlbehalten befreit werden, wie die Polizei mitteilte.

Gegen 9 Uhr war ein Notruf bei den Einsatzkräften eingegangen. Rettungskräfte und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an, die Feuerwehr wurde aber nach kurzer Zeit schon wieder abgezogen. Auch Mitarbeiter des Landesamts für Geologie und Bergwesen waren an Ort und Stelle. Grund für die Verpuffung war nach ersten Erkenntnissen des Landesbergamtes ein explosives Gasgemisch gewesen, das sich in der Grube westlich von Halle gebildet hatte.

Kurz nach 11.35 Uhr dann die Entwarnung: Die Polizei teilte via Twitter mit, dass alle 35 Bergleute, die unter Tage in einem Schutzraum ausgeharrt hatten, erfolgreich an die Oberfläche gebracht werden konnten. Wobei die Formulierung der Polizei, die in dem Tweet von „geborgenen Personen“ spricht, sogleich für Kritik von aufmerksamen Usern sorgte. Denn lebende Menschen würden „gerettet“ und nur Leichen „geborgen“ werden, so der durchaus berechtigte Einwand.

Die Arbeiter hatten sich nach dem Unglück noch mehrere Stunden in Sicherungsräumen in der Grube aufgehalten und waren mit Sauerstoff versorgt, wie ein Sprecher des Landesbergamts in Halle an der Saale sagte. Ein Mitarbeiter des Bergwerks soll schwer verletzt worden sein, ein weiterer leicht. Beide wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.

In der Grube Teutschenthal, einem sogenannten Versatzbergwerk, arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Dort werden heute auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Zuvor war das Bergwerk rund 80 Jahre zur Kalisalzgewinnung betrieben worden.

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