28.10.2019 14:42 |

Besser leben

Hashimoto: Wie Sie Nahrung als Medizin einsetzen

Bis zu acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis. Diese chronische Entzündung der Schilddrüse führt zu Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, einer gestörten Verdauung und anderen unangenehmen Symptomen. Die Apothekerin, Bestsellerautorin und Hashimoto-Betroffene Izabella Wentz zeigt, wie man mit der richtigen Ernährung Hashimoto lindern und wieder ein befreites und gesundes Leben führen kann.

„So, wie wir Medikamente gezielt dazu einsetzen, um unseren Körper zu beeinflussen, können wir auch Nahrung als Medizin einsetzen“, ist Izabella Wentz überzeugt. Ein Ansatz, den die Bestsellerautorin „Ernährungspharmazie“ nennt: „Auf dem Weg zur Gesundheit kann das Essen ein mächtiger Verbündeter sein. Und genau so, wie Sie darauf vertrauen, dass die Medikamente, die Sie einnehmen, die richtigen für Ihren Körper sind, sollten Sie auch Ihre Ernährung maßgenau auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden, um optimal zu profitieren, so Wentz.“

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Auch, wenn jeder Mensch einzigartig ist, „gibt es kalkulierbare und reproduzierbare Ernährungsstrategien, die bei den meisten Menschen anschlagen, die an Hashimoto-Thyreoiditis leiden“. Hierunter versteht man übrigens eine Autoimmunerkrankung, bei der die Schilddrüse attackiert wird. In den meisten Industrieländern, etwa in den Vereinigten Staaten, ist sie die häufigste Ursache für die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Diese kann durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, „Nährstoffmangel, eine beeinträchtigte Stresstoleranz, eine verringerte Fähigkeit zum Toxinabbau sowie Probleme mit der Darmgesundheit und chronische Infektionen entstehen“, so Wentz.

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"Auf dem Weg zur Gesundheit kann Essen ein mächtiger Verbündeter sein"

Izabella Wentz

Der „Überlebensmodus“ und die Schilddrüse
„Wir definieren uns gern als moderne Menschen, doch in Wahrheit leben wir immer noch in einem Körper, der auf Gefahr auf dieselbe Weise wie der unserer Urahnen reagiert. Heutzutage treten Hungersnöte in den Industrieländern kaum noch auf - doch senden wir unserem Körper genau dieselben Signale, indem wir verarbeitete Lebensmittel (Dinge, die kaum noch Nährwert haben und die unsere Vorfahren schwerlich als Nahrung klassifiziert hätten) essen, eine kalorienreduzierte Diät einhalten, Nahrung zu uns nehmen, die Entzündungen oder Verdauungsprobleme fördert oder sogar aus Stress essen.“

„All dies meldet dem Körper, dass die Nahrung knapp ist und wir unter einer Hungersnot leiden. Das, was wir essen (oder nicht essen), übermittelt unserem Körper gegebenenfalls, dass unsere Umgebung nicht sicher ist und wir besser in den Überlebensmodus schalten sollten. Wenn Sie unter einer Schilddrüsenerkrankung leiden, sollten Sie Ihrem Körper also dafür danken, dass er diese geniale Konzeption besitzt: Diese trägt dazu bei, Sie zu beschützen und Ihnen beim Überleben zu helfen“, so Wentz.

„Riesiger Erfolg durch nährstoffreiche Ernährung“
So sollten Betroffene auf Soja, Milchprodukte (Laktose) und Gluten verzichten und auf jeden Fall selbst den Kochlöffel schwingen. Auch Zucker, Alkohol, Koffein und Getreide wie auch Hülsenfrüchte sollten nicht konsumiert werden. Dahingegen erlaubt sind Fisch und Schalentiere, Fleisch, Gemüse (außer scharfer Paprika), Obst, Eier, Samen, Öle (Avocado-, Kokos- oder Olivenöl) und Nüsse. Samen, Nüsse, Fleisch, Öle, Eier und Samen - aber auch Chiasamen und Olvien - gelten auch als Blutzuckerausgleichende Fett- und Eiweißquellen, so Wentz.

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Wunder in Sachen Gesundheit
„Wenn Sie Ihre Ernährung optimieren, kann dies Wunder in Sachen Gesundheit bewirken. Daher empfehle ich eine nährstoffreiche Diät, die keine reaktiven Lebensmittel enthält, als einen der ersten Schritte auf dem Weg zurück zur Gesundheit. Viele Betroffenen haben alleine durch diese Maßnahmen riesigen Erfolg, mitunter ging die Hashimoto-Erkrankung sogar komplett in Remission“, so die Apothekerin.

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