Sa, 18. August 2018

Schilddrüsen-Hilfe

06.07.2018 09:00

Hashimoto & Co.: Ursachen erkennen und heilen

Schilddrüsenerkrankungen gelten zunehmend als Epidemie und Ursache für ein breites Panorama an Beschwerden. Tatsächlich gehen Depressionen, Autoimmunkrankheiten, Gewichtszunahme und -verlust, Konzentrationsstörungen, Haarausfall, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen vermeintlich mit einer Schilddrüsenerkrankung einher, doch fast immer wird die wahre Ursache verkannt. Lesen Sie hier über neue Erkenntnisse der Schilddrüsenforschung, die Ursachen und neue Wege zur Heilung.

Die Schilddrüse ist eine Hormondrüse, die beim Menschen unterhalb des Kehlkopfes sitzt. Sie hat in etwa die Form eines Schmetterlings, ist etwa 20 bis 25 Gramm leicht und wird für gewöhnlich von Endikrinologen untersucht. Ihre Hauptfunktion besteht in der Speicherung von Jod und der Bildung der Schilddrüsenhormone Triiodthyronin (T3) sowie Thyroxin (T4) und des Hormons Calcitonin, die nach Bedarf ins Blut abgegeben werden. Mit diesen Botenstoffen, so Mediziner, lenkt die Schilddrüse wichtige Funktionen im Körper: den Stoffwechsel, Magen und Darm, Herz und Kreislauf, Nerven und Muskeln, Persönlichkeit und Psyche, Sexualität und sogar das Wachstum von Haaren und Nägeln.

Die Schilddrüse als Sündenbock
Sind wichtige Funktionen aus dem Gleichgewicht geraten, darf jedoch nicht die Schilddrüse als Sündenbock für Beschwerden verantwortlich gemacht werden. Ja, sie ist von großer Bedeutung von unserer Gesundheit - noch mehr, als derzeit bekannt ist. Doch ist sie auch der Grund für die gesundheitliche Misere, in der so viele Menschen stecken - ohne, dass Ihnen geholfen wird? Anthony William, Autor von „Heile deine Schilddrüse“, sieht das kleine Organ nicht primär verantwortlich: „Schilddrüsenprobleme sind letztlich nicht die Ursache dafür, dass jemand krank wird. Eine gestörte Schilddrüse ist einfach ein Symptom unter anderen. Schilddrüsenerkrankungen umfassen weitaus mehr als nur diese kleine Drüse am Hals. Sie erklären nicht die unzähligen Gesundheitsstörungen, die uns befallen können, und die Schilddrüse ist nicht das Bindeglied, das alles in einen Erklärungszusammenhang bringt".

Ärzte liegen leider oft falsch
Auch die Medizin verstehe Schilddrüsenstörungen noch nicht, sei noch ein Rätsel. William an Betroffene: „Sollte man bei Ihnen eine Hashimoto-Thyreoditis, Hypothyreose oder sonst ein Schilddrüsenproblem diagnostiziert haben, bekommen Sie höchstwahrscheinlich nicht die bestmögliche Behandlung, denn ohne Kenntnis der eigentlichen Ursachen hat die Medizin nicht viel zu bieten (...) Bedauerlicherweise sagen auch die fortschrittlichsten Erkenntnisse über die Schilddrüse noch nicht alles, und leider ist ein erheblicher Anteil davon schlicht falsch.“ 

Krankheit nicht selbstverschuldet
Doch, so William, Symptome und Krankheit seien weder selbst verschuldet, noch kreiert, angezogen, manifestiert oder eingebildet. „Sie sind nicht krank, weil Sie ein bisschen gaga, träge, willensschwach, von Hause aus defekt wären oder kaum etwas mit sich anzufangen wüssten (...) Ihr Körper hat Sie keineswegs im Stich gelassen ...“, beruhigt er Patienten.

Schilddrüsenerkrankungen umfassen mehr als nur diese Drüse
William ist sicher, als Ursache einen Virus erkannt zu haben, der erhebliche Einschränkungen - wie Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Gehirnnebel, Erschöpfung, Haarausfall, Unfruchtbarkeit, Stimmungsschwankungen - mit sich bringt. Betroffene würden sich oft jahrlang mit unerklärlichen Symptomen herumplagen und mit bedrückenden Erklärungen sowie Medikamenten abgespeist, die bestehende Probleme zuweilen nur noch verschlimmern würden. Überdies würden Laborwerte oft nicht auf Schilddrüsenerkrankungen schließen lassen, obwohl diese eindeutig gegeben seien. „Sie werden über alle möglichen Fehlfunktionen informiert, und das kann sich schon so anfühlen, als wären Sie irgendwie defekt“, so William über Patienten. Doch keine Sorge: Ihr Körper arbeitet nicht gegen Sie, Ihre Beschwerden bilden Sie sich nicht ein.

Der Schilddrüsenvirus als Übeltäter
„Hier geht etwas weitaus Grundsätzlicheres und Umfassenderes vor sich, etwas Invasiveres, das für die lange Liste der unserer Schilddrüse zugeschriebenen Krankheiten verantwortlich ist, nämlich das Schilddrüsenvirus“, so William. „Wer dieses verbreitete Virus hat, laboriert entweder bereits an Schilddrüsenstörungen, oder sie bahnen sich an. Dieses Virus befällt auch nicht bloß die Schilddrüse. Zu dem Zeitpunkt, in dem es sie erreicht, befindet es sich bereits in seinem dritten Stadium und hat Ihnen schon früher Scherereien gemacht, auch wenn Sie nichts Auffälliges bemerkt haben sollten“. Lymphknoten und Leber etwa seien oft im Vorfeld betroffen.

Für William ist das Schilddrüsenvirus für die der langen Liste der Schilddrüse zugeschriebenen Krankheiten verantwortlich. „Wer dieses Virus hat, laboriert entweder bereits an Schilddrüsenstörungen, oder sie bahnen sich an. Dieses Virus befällt auch nicht bloß die Schilddrüse. Zu dem Zeitpunkt, in dem es sie erreicht, befindet es sich bereits in seinem dritten Stadium und hat Ihnen schon früher Scherereien gemacht, auch wenn Sie nichts Auffälliges bemerkt haben sollten. Es löst außerdem Symptome und Störungen aus, die nicht mit der Schilddrüse in Verbindung gebracht werden, und es könnte durchaus sein, dass sämtliche Ihrer Gesundheitsprobleme auf diesen Ursprung zurückgehen.“

Wie bekämpft man den Virus?
„Wenn man vom Schilddrüsenvirus befallen ist, sucht es sich einen Weg von der Blutbahn in die Lymphknoten und von da aus in Organe wie Leber und schließlich zur Schilddrüse, um letztlich aber auf das Zentralnervensystem überzugreifen.“ Erlebnisse wie eine Scheidung, Traumabewältigung oder eine Geburt sind häufige Auslöser, „die das Virus aus der Latenzphase in Angriffsbereitschaft übergehen lassen, sodass es zu Schilddrüsenstörungen kommt.“ Aber auch Quecksilber-, Schimmelpilz- oder Insektizidbelastungen oder ein Vitamin-B12-Mangel können als Auslöser fungieren. 

Den Virus aushungern
Für William ist klar: Wer gegen diesen Virus kämpft, der darf ihn nicht füttern. Gluten, Eier, Rapsöl, Schwermetalle und Medikamente lassen den Virus jedoch hochleben, die „Schilddrüsen- und andere Virensymptome“ bleiben. Stehen diese - und andere Nahrungsmittel - regelmäßig auf dem Speiseplan, „schmaust das Virus, es gedeiht und entlässt reichlich Abfallstoffe, die ins Gehirn wandern, um dort den Verkehr der Neurotransmitter zu stören.“ Dem gegenüber aber stehen zahlreiche Lebensmittel, die das Virus erkämpfen. Artischocken, Äpfel, Bananen und bestimmte Nahrungsergänzungen etwa bieten dem Körper die Chance, sich wieder zu erholen.

Sie sind neugierig geworden?
Anthony William, Heile deine Schilddrüse, Die Wahrheit über Hashimoto, Über- und Unterfunktion, Schilddrüsenknoten, -tumoren und -zysten, arkana Verlag, 2018, ab 25 Euro

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