Hoffen auf Coup

Rapidler wollen in Salzburg keine Touristen sein

Nach vier Auswärtssiegen in Folge fühlt sich Rapid auch bereit für Salzburg. Die Kühbauer-Elf will physisch spielen, sich wehren - nur cleverer als beim Cup-Aus.

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„Ich bin schon mit einem schlechteren Gefühl nach Salzburg gefahren.“ Stefan Schwab glaubt nach zuletzt vier Auswärtssiegen in Folge (erstmals seit 2015) an die Überraschung. An Rapid. Auch am Sonntag in der Mozartstadt. Obwohl Grün-Weiß gegen die Bullen nur eines der letzten 17 Duelle gewonnen hat. Egal.

„Wir kommen nicht nur als Touristen“, versichert der Kapitän, um klarzustellen, dass man sich von den Härte-Anschuldigungen seit der Wolfsberg-Partie nicht aus der Ruhe bringen lässt. „Früher wurde uns vorgeworfen, wir hätten zu wenig Leidenschaft. Jetzt haben wir angeblich plötzlich zu viel. Wir brauchen diese Emotionen, wollen eine ungute Mannschaft sein, uns wehren. Aber fair.“ Das unterstreicht auch Kühbauer: „Wir werden nicht in Ehrfurcht erstarren. Physis allein wird ohnehin nicht reichen.“ Am Sonntag soll wieder nur der Fußball im Mittelpunkt stehen ...

... und nicht Referee Oliver Drachta. „Er ist sehr gut, lässt sich nicht von der Öffentlichkeit beeinflussen“, macht sich Schwab keine Sorgen, dass der 42-Jährige jetzt vielleicht Zweikämpfe der Rapidler kritischer bewertet. Dafür spricht auch seine Karten-Bilanz: 46-mal pfiff er bislang Grün-Weiß, nur zweimal (Schaub 2014, Strebinger 2015) zückte er Rot. Und diese Saison beim 1:0 in Graz und beim 2:0 in Tirol nicht einmal Gelb für einen Rapid-Spieler.

Die wissen, dass sie sich mit Fouls nur selbst schaden. Jüngst erlebt beim packenden 1:2-Cup-Aus nach 121 Minuten gegen Salzburg nach zwei Ausschlüssen (Schwab und Velimirovic). „Zu elf hätten wir gewonnen“, ist der Kapitän überzeugt, dass man am Sonntag cleverer auftritt. „Aber auch mutig. Wir haben keinen Druck. Es ist angenehm, überhaupt wieder oben dabei zu sein.“

Allerdings gelang in dieser Saison noch kein Sieg gegen ein Top-3-Team. Zumindest hat man in Salzburg auch nichts zu verlieren ...

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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