19.10.2019 06:00 |

Zwölf Immobiliencoups

Millionenbetrügerin aus Wien europaweit gesucht

„Verbrechen hat kein Geschlecht“ - unter diesem Motto ruft die europäische Polizeibehörde zur Jagd auf Europas meistgesuchte Frauen auf. Unter den weiblichen „Most Wanted“ findet sich auch die flüchtige Wienerin Elisabeth Skarits. Die Millionenbetrügerin steht jetzt auf derselben Stufe wie Prostituierten-Killer Tibor Foco und Doppelmörder Friedrich Felzmann.

Jahrelang wurde nach dem Ex-Judo-Star Peter Seisenbacher wegen Missbrauchsvorwürfen international gefahndet. Nach seiner Verhaftung in der Ukraine vor mehreren Wochen - die „Krone“ berichtete - blieb sein Platz auf Österreichs Liste der international meistgesuchten Verbrecher aber nicht lange frei.

Rot-weiß-rote „Most Wanted“
Denn neben dem verurteilten, seit 1995 untergetauchten Prostituierten-Mörder Tibor Foco und Friedrich Felzmann, dem seit 2017 flüchtigen Doppelmörder von Stiwoll (Steiermark), ist nun auch ein weibliches Gesicht unter den rot-weiß-roten „Most Wanted“ zu finden. Nämlich jenes von Elisabeth Skarits.

Ermittler sind Skarits seit zehn Jahren auf den Fersen
Seit fast zehn Jahren sind die heimischen Fahnder der mutmaßlichen Millionenbetrügerin bereits auf den Fersen. Die mittlerweile 63-jährige Wienerin soll als Geschäftsführerin einer Liegenschaftsverwaltung über drei Jahre, von 2005 bis 2008, zahlreiche Opfer (Unternehmen wie auch Privatpersonen) bei zwölf Coups über den Tisch gezogen haben. Entstandener Gesamtschaden bzw. illegaler Gewinn der Verdächtigen: mehr als 4,2 Millionen Euro.

Eine Summe, mit der sich die Wienerin die bislang erfolgreiche Flucht vor der Justiz finanziert haben dürfte. Oder auch nicht - denn zuletzt wurde die mutmaßliche Millionenbetrügerin 2011 in Klosterneuburg in Niederösterreich gesehen. Wo sie sich von Juni bis August - ohne dafür bezahlt zu haben - in ein Hotel eingemietet hatte.

Das Bundeskriminalamt bittet um Hinweise zum Aufenthaltsort von Elisabeth Skarits! Entweder per Mail an BMI-II-BK-SPOC@bmi.gv.at oder telefonisch unter (01) 248 36 98 50 25.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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