Mit 13 Medaillen, davon vier aus Gold, geht Österreichs Team bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina in die zweite Woche! 2022 in Peking schaffte das ÖOC-Team 18 Medaillen (4 Gold/6 Silber/4 Bronze), eine Marke, die ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer als Ziel ausgegeben hatte. „Wir sind ganz gut auf Zielerreichungskurs. Wir haben dort und da noch gute Chancen auf Medaillen“, gab er sich zuversichtlich, die fünf Podestplätze noch zu schaffen.
Die vier Goldenen durch die Snowboarder Benjamin Karl und Alessandro Hämmerle, die den Triumph von Peking wiederholen konnten, die Skifahrerinnen Ariane Rädler und Katharina Huber in der Teamkombination und Janine Flock im Skeleton waren auch für Nussbaumer die Highlights der ersten Woche.
„Der eine Fahnenträger (Karl), der andere wird wieder Olympia-Sieger (Hämmerle), die Janine nach so langer Zeit und dann die Ski-Damen nach so einem schwierigen Rennen – da gibt es überall eine Geschichte und ich bin von den Sportlern so begeistert“, sagte Nussbaumer. „Die Medaillen glänzen wunderbar“, meinte der ÖOC-Chef und hob auch die „unglaublich akribische Vorbereitung durch die Trainer“ hervor.
ÖOC-Chef lobt Organisation der Spiele
Nussbaumer sieht sein Team nicht nur sportlich erfolgreich, sondern in Italien bestens aufgehoben. Er lobte die Organisation der Spiele, die mit der Verteilung auf sechs Cluster einige Herausforderungen zu bewältigen haben. „Priorität Nummer eins liegt auf den Sportstätten, die für die Sportler so wichtig sind. Die sind alle in perfektem Zustand, richtig athleten-spezifisch gut“, lobte der seit März des Vorjahres amtierende Oberösterreicher. Auch die Anfahrtswege seien – oft im Unterschied zu jenen der Fans – kurz.
Bei all der Freude über die Erfolge vergisst Nussbaumer aber auch nicht auf all jene, die sich ihre Träume nicht erfüllen konnten. „Wir haben von Anfang an gesagt, wir freuen uns über jede Medaille, aber wir werden jeden durchtragen, der keinen persönlichen Erfolg hat oder sogar eine persönliche Niederlage. Ich habe es selbst erlebt, es dauert Jahre, eine Niederlage wegzustecken, vielleicht kann man sie auch nie wegstecken. Das gehört zum Sport dazu, das muss man akzeptieren“, erklärte der ehemalige Ruderer, der dreimal selbst an Olympischen Spielen teilgenommen hatte.
Triumph und Tragödie
Triumphe und Niederlagen hätten auf ihn auch aus einem internationalen Blickwinkel die emotionalsten Eindrücke hinterlassen. Einerseits die Leistung der italienischen Skifahrerin Federica Brignone, die nach langer Verletzungspause kurz vor den Spielen ihr Comeback gab und am Sonntag ihr zweites Gold holte. Andererseits die Reaktionen auf die schwere Verletzung von US-Skistar Lindsey Vonn.
„Federica Brignone, das ist grandios. Unglaublich auch, was mit Lindsey Vonn passiert ist. Wie die über das Stadion geflogen ist und ihr alle gewunken haben. Das ist das Schöne an Olympia. Wieviele Amerikaner hier sitzen – oder bei der Buckelpiste eine riesige australische Community, die anfeuert. Die fliegen um die ganze Welt, um ihre Athleten und Athletinnen anzufeuern. Was gibt es Schöneres?“, meinte Nussbaumer.
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