03.10.2019 06:00 |

Gehälterpanne

Erster Direktor im Krankenhaus Nord muss gehen

Hunderte Mitarbeiter des Krankenhauses Nord bekamen über Monate zu wenig Gehalt - Zulagen wurden nicht oder viel zu gering ausbezahlt (die „Krone“ berichtete). Der ungeheuerliche Vorwurf: Verwaltungsdirektor Werner Steinböck dürfte von der Panne früh informiert gewesen sein, reagierte aber kaum. Er muss jetzt gehen.

Hunderte Mitarbeiter standen nach monatelanger Arbeit im KH Nord vor dem Problem: Sie bekamen weniger Gehalt. Wie berichtet, kam es vor bald vier Monaten zu einer Panne: Eine Mischung aus technischen und menschlichen Problemen war Grund dafür, dass viele Mitarbeiter bei Blicken auf die Lohnzettel aus allen Wolken fielen. Bei gleichen Fixkosten fürs Leben trudelte teilweise weniger Geld auf ihren Konten ein. Der Krankenanstaltenverbund (KAV) versprach: Jeder Betroffene bekommt das Geld zurück.

Was die Mitarbeiter nun weiter empören wird: Wie die „Krone“ aus dem Klinik-Umfeld erfuhr, wurde der dafür zuständige Verwaltungsdirektor Werner Steinböck früh über die Probleme des Personals informiert – und zwar von seinen eigenen Mitarbeitern. Bloß: Darauf reagiert hat er viel zu langsam und auch nur mangelhaft. Und so mussten die vielen Betroffenen weiter mit den abgespeckten Gehältern durchkommen.

KAV nimmt Verhalten nicht hin
Was die „Krone“ weiters in Erfahrung bringen konnte: Der Krankenanstaltenverbund nimmt dieses Verhalten nicht hin. Der Verwaltungsdirektor wird aus der Klinik geworfen. Er soll zwar beim KAV angestellt bleiben, wird aber durch die Herabstufung auf einen größeren Teil seines Gehalts verzichten müssen. Eine interimistische Leitung wird bis zur Ausschreibung des Jobs Steinböcks Agenden übernehmen.

Der KAV wollte die „Krone“-Infos weder bestätigen noch dementieren und verweist auf eine Stellungnahme, die am Donnerstag veröffentlicht wird.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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