21.09.2019 12:08 |

Erste „Bierleichen“

O‘zapft is: Tausende stürmen Münchner Oktoberfest

Zehntausende Wiesn-Besucher haben am Samstag ab 9 Uhr das Festgelände des Münchner Oktoberfests gestürmt. Viele hatten stundenlang auf den Moment gewartet und eilten im Laufschritt zu den Bierzelten. An die Bitte, nicht zu rennen, hielt sich kaum jemand. Bereits zehn Minuten nach dem traditionellen Anzapfen um 12 Uhr wurde auch schon die erste „Bierleiche“ behandelt. Eine 18-jährige Engländerin hat eine Alkoholvergiftung erlitten.

Die Besucher des größten Volksfests der Welt wurden per Lautsprechern in den Sprachen Deutsch, Englisch und Bairisch willkommen geheißen: „Liebe Festgäste, willkommen auf dem Oktoberfest. Wir öffnen jetzt das Festgelände.“

Rekordhoch für Wiesn-Maß
Dort angekommen, mussten sich die Gäste aber noch eine Zeit lang gedulden, bis sie ihren Durst stillen konnten: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zapfte planmäßig um 12 Uhr das erste Fass an, die erste Maß ging an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Erst danach gab es Bier für alle. Das Maß kostet heuer zwischen 10,80 und 11,80 und ist somit im Schnitt 3,11 Prozent teurer als im Vorjahr.

Schon frühmorgens gute Stimmung
Am Haupteingang herrschte bereits am Morgen beinah ausgelassene Stimmung. Fangesänge schallten den Security-Leuten entgegen.

Besonders Hartgesottene waren schon seit 4.30 Uhr vor Ort. „Haben gleich die erste S-Bahn genommen“, gab ein junger Mann zu Protokoll. Eine andere Schülergruppe war direkt aus einem Club gekommen: „Geschlafen haben wir nicht“, sagte einer.

Erste Einsätze für Rettung & Co.
Zehn Minuten nach dem Anzapfen haben Sanitäter auf dem Münchner Oktoberfest die erste „Bierleiche“ behandelt. „Eine 18-Jährige Engländerin hatte vorher zuviel getrunken und dann eine Alkoholvergiftung erlitten“, teilte die Aicher Ambulanz Union mit. Den ersten Abtransport von der Wiesn ins Krankenhaus verzeichnete der Sanitätsdienst wenige Minuten später: Eine Bedienung hatte einen Maßkrug ins Gesicht bekommen.

Konflikte auf der Wiesn
Im Jahr 2018 waren die rund 600 Helfer und etwa 50 Ärzte im Dauereinsatz: Eine Besucherin trennte sich den Finger ab, bei einem Streit wurde ein Mann tödlich verletzt und ein Mann wurde bewusstlos gewürgt. Im letzten Jahr hatte das Oktoberfest rund 6,3 Millionen Besucher angelockt - rund 100.000 „Buam und Madln“ mehr als im Jahr 2017.

Tipp: Am 26. September öffnet das Wiener Pendant zum Oktoberfest seine Tore im Prater - auf der Wiener Wiesn wird „auf gut österreichisch“ gefeiert. Alle Infos: HIER.

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