21.09.2019 12:53 |

„Airplane Crash“

„Wasserbomber“ üben Einsatz in den Karawanken

Ein abgestürztes Flugzeug löst in den Karawanken einen Waldbrand aus, es wird Strahlenalarm geschlagen!Bei einer großen Einsatzübung im Rosental rüsteten sich am Samstag 700 Einsatzkräfte mit Unterstützung aus Italien und Slowenien für den Ernstfall. Für die Verantwortlichen war die Übung ein voller Erfolg.

Samstag, 6 Uhr früh: Augenzeugen melden bei der Landesalarmzentrale einen Flugzeugabsturz. Sofort heben Polizeipiloten zu einem Erkundungsflug ab, Rettungskräfte (auch in Slowenien und Italien) werden alarmiert. Es kommt noch schlimmer: an Bord des abgestürzten Flugzeugs befindet sich radioaktives Material, um die Absturzstelle breitet sich ein Waldbrand aus. Das italienische Löschflugzeug Canadair wird zu Hilfe gerufen, das sich alsbald in Rom in Bewegung setzt. Es stand Samstag bei der Übung das erste Mal im Löscheinsatz in Österreich.

Insgesamt 700 Kräfte von Polizei, Bundesheer, Rettung, Feuerwehr, Bergrettung, Rettungshundebrigarde, Bergwacht und weitere fleißige Helfer probten den Ernstfall. Für Markus Hudobnik, Katastrophenschutzbeauftragter des Landes, war die Übung ein voller Erfolg: „Wir haben die Übungsziele erreicht. Die internationale Zusammenarbeit hat funktioniert.“ Insbesondere die Einsatzflüge im Grenzgebiet seien eine Herausforderung, hieß es.

Bei der Übung kam es auch zu einem realen Noteinsatz. Unterkühlte Statisten, die Opfer des Flugzeugabsturzes mimten, mussten aus den Bergen geborgen werden. Bei der Hubschrauberbetankung kam es zu Verzögerungen.

Luft nach oben gibt es auch bei der Information der Bevölkerung über Medienvertreter. Diese wurden ins Nirgendwo gebracht - eine Pressekonferenz des Landespressedienstes fand ohne sie statt - eine unabhängige, objektive Berichterstattung wäre so im Ernstfall schwer möglich.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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