11.09.2019 15:00 |

Verdächtiger im Spital

Donaukanal-Stoß: Täter kannte sein Opfer nicht

Einen Tag nach der rätselhaften Attacke am Wiener Donaukanal stellen sich viele Fragen. Wie berichtet, schlug ein Mann einem 30-jährigen Slowaken ohne Grund ins Gesicht und stieß ihn in die kalten Fluten. Die beiden dürften einander nicht gekannt haben. Der geistig verwirrte Verdächtige ist im Spital.

Über den mutmaßlichen Täter ist noch nichts bekannt. Allerdings bestätigte eine Zeugin die Berichte, wonach dieser grundlos auf den 30-jährigen Slowaken losgegangen sein soll. Erst schlug er dem überraschten Opfer mit der Faust gegen das rechte Auge. Dann gab er ihm einen kräftigen Stoß.

An Leiter festgeklammert
Der Mann verlor das Gleichgewicht und fiel vom Treppelweg in das eisige Wasser des Donaukanals. Zeugen alarmierten die Polizei - und die Bereitschaftseinheit war rasch vor Ort. Zwar konnte sich der Slowake an einer Leiter festklammern, doch aus eigener Kraft schaffte er es nicht aus dem Wasser. Der Verdächtige blieb indes am Kanal, setzte nicht zur Flucht an. Und konnte wenig später von der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Doch der Mann schien geistig völlig verwirrt, leistete den Anweisungen der Beamten keine Folge, woraufhin er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

Nun stellt sich die Frage, wie mit dem Donaukanal-Stoßer weiterverfahren wird. Geht es nach seinem geistigen Zustand, ist eine volle Schuldfähigkeit trotz Anzeige wegen Körperverletzung wohl eher unwahrscheinlich.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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