Dass sich Rapid im letzten Saisonspiel in Mattersburg in einer angenehmen, weil relativ drucklosen Situation befindet, wollte Pacult nicht verneinen. Allerdings besteht nun für Rapid auch die Gefahr, die Saison auf Rang drei abzuschließen. Bei einem Punkteverlust der Austria in Salzburg wäre zwar die Titelchance weg gewesen, dafür hätte Rapid die besseren Karten für Rang zwei gehabt.
Die Mini-Chance lebt
Welches Szenario ihm lieber gewesen wäre, ließ Pacult offen. "Wir müssen in Mattersburg gewinnen, dann schauen wir weiter. Wir schauen immer nur auf das, was wir beeinflussen können." Gegen seinen zweiten Meistertitel mit Rapid nach 2008 hätte der Wiener auf jeden Fall nichts einzuwenden. "Wir werden versuchen, unsere Mini-Chance zu nützen", versprach der 50-Jährige, der nach dem Spiel durch abfällige Gesten in Richtung Sturm-Fans und durch Wortgefechte mit Reportern auf sich aufmerksam machte.
Hofmann tippt auf Salzburg
Pacult freute sich aber auch darüber, dass seine Mannschaft bisher die mit Abstand meisten Treffer (77) erzielt hat und sein Kapitän Steffen Hofmann unmittelbar vor dem Gewinn der Torjägerkrone steht. Im Titelkampf geht Hofmann von einem Salzburger Triumph aus, auch weil drei Tage nach der letzten Liga-Runde das für Sturm ungleich wichtigere Cup-Finale steigt. Ob Franco Foda deswegen gegen die Salzburger eine halbe Reserve-Mannschaft aufs Feld schicken wird, ließ der Grazer Coach offen. "Für uns ist es eine ungünstige Situation."
Schon vorbeugend wies Foda darauf hin, dass sich alle in den Titelkampf involvierten Teams die Schale schon früher hätten sichern können. "Es kann nicht sein, dass jetzt alles an Sturm hängt. Jeder hätte die Situation vorher entscheiden können. Wir wollen gewinnen, lassen uns aber nicht unter Druck setzen."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.