02.09.2019 15:40 |

Mountainbike

Die Rekorde der goldenen Vali

Mit ihrem zweiten WM-Titel bei den Downhill-Juniorinnen schrieb die Saalbacherin Valentina Höll am Sonntag ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Die „Krone“ hat sich die noch junge Ausnahme-Karriere der erst 17-Jährigen einmal etwas genauer angeschaut.

Ungeschlagen: Sowohl im Weltcup (14 Starts) als auch bei Weltmeisterschaften (zwei Starts) war Höll in den Seeding Runs (Qualifikation) nicht zu biegen. Wann immer die 17-Jährige die Ziellinie überquerte, leuchtete die „Eins“ auf.

Riesenvorsprünge: Vali gewann aber nicht „irgendwie“. In den Seeding Runs ließ sie die zweitbeste Juniorin im Durchschnitt 14,031 Sekunden hinter sich, im Rennen triumphierte sie mit einem Durchschnittsvorsprung von gar 15,941 Sekunden. Die absoluten Rekorde lieferte das „Austrian Bike Wunderkind“ vergangene Saison in Mont-Sainte-Anne, als sie im Seeding Run die Französin Gimenez um 31,236 Sekunden distanzierte und im Rennen unglaubliche 45,299 Sekunden schneller war als US-Girl Soriano. Insgesamt fuhr Höll in den Seedings 3 Minuten, 44 Sekunden und 500 Tausendstel schneller als ihre erste Konkurrentin. In den Rennen sogar um 4 Minuten, 14 Sekunden und 62 Tausendstel.

Perfect Season: In ihrer ersten Weltcupsaison war Höll absolut unschlagbar. Bei sieben Weltcup-Starts, triumphierte sie ebenso oft und holte mit dem Punktemaximum von 420 Punkten den Weltcup. Auch in dieser Saison steht die YT-Riderin bereits als Gesamtweltcupsiegerin der Juniorinnen fest, allerdings konnte sie „nur“ fünf der bisherigen sieben Weltcups gewinnen. Nach einem Sturz in Fort William (Sco) musste sie Anna Newkirk (US) den Vortritt lassen, in Val di Sole (It) erwischte Höll ein - für ihre Verhältnisse - schwarzes Wochenende und belegte hinter Mille Johnset (Nor) Rang zwei.

Siege bei den Großen: Wie hoch ihre Leistungen als Juniorin einzuschätzen sind, zeigt der direkte Vergleich mit den Elite-Damen. Dieser ist insofern zulässig, da die Rennen auf der selben Strecke stattfinden. Problematisch ist hierbei nur der Zeitabstand. Während die Juniorinnen für gewöhnlich um 9.45 Uhr starten, legen die Elite-Ladies erst um 12.30 Uhr los. Heißt: Mitunter herrschen andere Witterungsbedingungen. Nichtsdestotrotz: Bei 14 Weltcup-Starts hätte es Höll mit ihren Zeiten gleich sechsmal auf das Podest der Top-5-Elite-Damen geschafft.

Der Höhepunkt dann in dieser Saison: Sowohl in Les Gets (Fra) als auch in Lenzerheide (Sz) landete Vali die absolut schnellste Zeit aller gestarteten Damen. Bei gleichen Witterungsbedingungen.

Die Prognose für 2020: Am Sonntag, 8. September 2019, wird Höll dann ihr letztes Rennen in der Juniorinnen-Kategorie beim Weltcup in Snowshoe (US) bestreiten. In der Saison 2020 wartet dann die Elite-Klasse. „Ich freue mich schon riesig darauf, weiß aber auch, dass es dann mit den Seriensiegen vorbei sein wird“, sagt Vali, für die im kommenden Jahr auch die Matura am Sportgymnasium Saalfelden ansteht. „Möglicherweise werde ich das eine oder andere Rennen auslassen, da mir die Matura sehr wichtig ist.“ Dennoch ist spätestens seit dieser Saison klar, dass die Saalbacherin bereit ist für das Duell mit den Großen. Das unterstrich sie nicht zuletzt vor einigen Wochen beim Crankworx Festival in Whistler (Kan), als sie im Feld der Elite-Klasse startete und die Ränge zwei und drei belegen konnte. So erscheint auch ihre eigene Zielsetzung für ihre erste Elite-Saison nicht aus der Luft gegriffen: „Ich möchte bei der Heim-Weltmeisterschaft in Leogang eine Medaille holen!"

Peter Weihs
Peter Weihs
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